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Album der Woche aus dem Jahr: 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2007 - 2008 - 2009 - 2010 - 2011
Manraze - Punk Funk Roots Rock
Bei Def Leppard scheint man als Gitarrist nicht gerade viel zu tun haben: Vivian Campbell haut nebenbei für Thin Lizzy in die Saiten, und Phil Collen macht es sich noch einfacher: er hat gleich seine eigene Band gegründet, Manraze.
Dazu hat er sich aber nicht irgendwen ins Boot geholt, sondern Paul Cook, seines Zeichens Schlagzeuger der Sex Pistols, und Simon Laffy, mit dem Phil schon bei seiner ersten Band Girl zusammengespielt hat.
Und was kann da anderes dabei herauskommen als geile Musik? Nichts. Der Albumtitel „PunkFunkRootsRock“ ist dabei Programm, die Jungs spielen, was ihnen Spaß macht. Aber Rockmusik steht ganz eindeutig im Vordergrund. Als besonderer Pluspunkt entpuppen sich dabei Phil Collens Qualitäten als Sänger. Sollte Joe Elliott bei Def Leppard mal seine Hustinetten vergessen haben, kann Phil problemlos einspringen! Ein frisches, tolles Album von hoffentlich nur mehr als einem Projekt!
Tracklost .. list ... Tracklist :)
1. Over my dead body
2. I C U in everything
3. All I wanna do
4. Closer to me
5. Lies, Lies, all Lies
6. Get Action
7. Edge of the world
8. Dreamland
9. Fire
10. I, Superbiker
11. BIttersweet
12. Dogbite (instrumental)
Foo Fighters - Wasting Light
Das siebte Studioalbum der Foo Fighters bringt ein großes Wiedersehen alter Bekannter: „Nevermind“ Produzent Butch Vig drehte auch hier an den Knöpfen, Nirvana Bassist Krist Novoselic schaute zu Besuch rein, und Pat Smear ist sowieso schon wieder fester Bestandteil der Foos.
Smear als zweiter Gitarrist mag auch Anteil daran haben, dass die Foo Fighters wieder mehr Kante zeigen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit dem Umbau von Dave Grohls Garage zum Studio back to the roots ging – und einfach drauf losrockte. Wie dem auch sei: „Wasting Light“ bietet einige harte Knaller, die vor allem die Fans der früheren Alben freuen werden.
Aber nicht nur die haben bei „Wasting Light“ gut lachen. Die Foo Fighters können einfach nichts verkehrt machen.
Tracklist:
1. Bridge Burning
2. Rope
3. Dear Rosemary
4. White Limo
5. Arlandria
6. These Days
7. Back & Forth
8. A matter of time
9. Miss the Misery
10. I should have known
11. Walk
Whitesnake - Forevermore
Welch Häme hat Sangesgott David Coverdale in den vergangenen Jahren über sich ergehen lassen müssen: sein Stimme sei weg, live eine einzige Katastrophe und so weiter und so fort.
Nun, auf dem neuen Album „Forevermore“ ist, wie schon auf dem Vorgänger, nicht viel davon zu hören. David hat natürlich nicht mehr das Goldkehlchen von anno 1973, aber welcher Sänger der alten Garde hat das schon noch?
Nichtsdestotrotz hat Herr Coverdale „Forevermore“ einen schön – bluesigen Touch verliehen, das angenehme Erinnerungen an die früheren Werke der Band weckt.
Man merkt schon: Whitesnake IST David Coverdale, aber er hat auch ein paar äußerst fähige Musiker in der Band - allen voran das Gitarrenduo Doug Aldrich und Reb Beach, die „Forevermore“ immer den nötigen Schmiss verleihen.
Fazit: so weit, so alles gut im Haus der weißen Schlange.
Tracklist:
1. Steal your heart away
2. All out of luck
3. Love will set you free
4. Easier said than done
5. Tell me how
6. I need you (shine a light)
7. One of these days
8. Love & treat me right
9. Dogs in the street
10. Fare thee well
11. Whipping boy Blues
12. My evil ways
13. Forevermore
Within Temptation - The Unforgiving
Within Temptation gehören seit einigen Jahren zur Speerspitze der sogenannten Gothic Metal Bands, und von denen gibt es mittlerweile nicht gerade wenige.
Nur: eigentlich sind die Holländer diesem Image schon lange entwachsen.
Das neue Album „The Unforgiving“ zeigt das deutlich. Geboten wird ein zunächst unglaublicher Mix aus Pop, Rock, Bombast und Metal. Aber: das ganze funktioniert. Sehr gut sogar. Das hat viel mit der Produktion dieses Konzeptalbums zu tun, die problemlos Heavy Metal Fans zu Popsongs mitbangen und Popfans zu Heavy Metal Songs mitsummen lässt.
Apropos Songs: auf „The Unforgiving“ fahren Within Temptation das beste Songwriting ihrer Karriere auf. Jeder Song ein Volltreffer, all killer, no filler. Veredelt wird das Ganze noch von Sängerin Sharon den Adel, die, um es kurz zu machen, in jedem Lied singt, als würde ihr Leben auf dem Spiel stehen.
Fazit: Nightwish müssen auf ihrem nächsten Album schon weit über sich hinauswachsen, um da ranzureichen!
Tracklist:
1. Why not me
2. Shot in the dark
3. In the middle of the night
4. Faster
5. Fire and Ice
6. Iron
7. Where is the edge
8. Sinéad
9. Lost
10. Murder
11. A demon's fate
12. Stairway to the skies
Joe Bonamassa - Dust Bowl
Kaum ist Blues-Wunderkind Joe Bonamassa mit seiner Band Black Country Communion in aller Munde, schon schiebt er ein neues Soloalbum nach.
Und auch auf „Dust Bowl“ weiß der Amerikaner einmal mehr zu überzeugen.
Bonamassa ist nach wie vor ganz klar im Blues zu Hause, aber er schaut gerne über den Tellerrand. Das ist auch das Geheimnis seines Erfolgs: durch das Integrieren von Rock- bis hin zu Countryelementen öffnet er seine Musik für die breite Öffentlichkeit.
Das gelungene Songwriting tut ein Übriges, und als Sänger und Gitarrist ist Joe sowieso über alles erhaben.
Joe Bonamassa ist erst 34 Jahre alt, aber er spielt den Blues, als ob er 134 Jahre alt wäre. Bis zu diesem Alter darf er auch gerne weitermachen!
Tracklist:
1. Slow Train
2. Dust Bowl
3. Tennessee Plates feat. John Hiatt
4. The Meaning of the Blues
5. Black lung heartache
6. You better watch yourself
7. The last Matador of Bayonne
8. Heartbreaker feat. Glenn Hughes
9. No love on the street
10. The whale that swallowed Jonah
11. Sweet Rowena feat. Vince Gill
12. Prisoner
Rise Against - Endgame
Man kann Rise Against nur gratulieren: keine andere Band agiert in ihrer Sache so natürlich und selbstverständlich. Vergleiche mit Bad Religion tun sich auf, nur mit einem Unterschied: Rise Against scheinen jetzt schon erfolgreicher zu sein, als es Mr. Brett und seine Jungs es je waren.
Auch auf „Endgame“ gehen Rise Against ihren Weg unbeirrt weiter. Das sechste Studioalbum der Band ist einen Zacken härter und schneller ausgefallen als der Vorgänger „Appeal to Reason“.
Womöglich hat Produzent Bill Stevenson den Chicagoer Jungs Feuer unterm Hintern gemacht. Der war früher schon für Black Flag oder NOFX tätig.
Trotz allem Tempo und Härte macht auch diesmal Sänger und Sprachrohr Tim McIlrath den Unterschied aus. Seine Stimme kennt man aus Tausenden heraus, und sie verleiht den Songs von Rise Against diese unglaublichen Melodien – die spätestens jetzt auch von Millionen gehört werden!
Tracklist:
1. Architects
2. Help is on the way
3. Make it stop ( September's children)
4. Disparity by design
5. Satellite
6. Midnight hands
7. Survivor guilt
8. Broken mirrors
9. Wait for me
10. A gentlemen's coup
11. This is letting go
12. Endgame
R.E.M. - Collapse into now
R.E.M. hatten mit dem letzten Album „Accelerate“ ein extrem rockiges Ausrufezeichen gesetzt und damit alle diejenigen, die die Band schon als konturlos abgeschrieben hatten, eines Besseren belehrt.
Nun scheint sich das Pendel bei Mike Stipe und Co. in der Mitte eingependelt zu haben - und es scheint eine goldene Mitte zu sein. Auf „Collapse into now“ findet das Trio zu einer Balance aus Rocksongs, Balladen und typischen R.E.M. Midtempo – Mitwippern. Das Schöne daran: die sind allesamt auch noch gut!
Die Band strahlt endlich wieder die Souveränität aus, die man in diesem Alter und mit so einem Backkatalog einfach haben muss. Und das hört man „Collapse into now“ an. Manche sprechen schon vom besten R.E.M. Album seit „Out of Time“ – nicht seit „Automatic for the People“, wohlgemerkt!
Tracklist:
1. Discoverer
2. All the best
3. Überlin
4. Oh my heart
5. It happened today
6. Every day is yours to win
7. Mine smell like honey
8. Walk it back
9. Alligator_aviator_autopilot_antimatter
10. That someone is you
11. Me, Marlon Brando, Marlon Brando and I
12. Blue
In Extremo - Sterneneisen
Mit neuem Schlagzeuger und neuer Frische greifen In Extremo nach dem Sterneneisen.
Einmal mehr vermengt die Band Mittelalter – Musik und Hardrock, wobei sie diesmal den Sound noch verfeinert hat. Sprich: liegt die Betonung in einem Song mehr auf Mittelalter, wird das auch mehr herausgearbeitet. Liegt sie mehr auf Rock, muss man fast den Kopf einziehen, weil einem die Riffs nur so um die Ohren ballern.
Mehr gibt es nicht zu sagen, und das ist auch gut so, denn „Sterneneisen“ zeigt In Extremo von ihrer besten Seite. Man darf gespannt sein, wohin sie der Erfolg des Albums tragen wird.
Tracklist:
1. Zigeunerskat
2. Gold
3. Viva la Vida
4. Siehst du das Licht
5. Stalker
6. Hol die Sterne
7. Sterneneisen
8. Zauberspruch No. VII
9. Auge
10. Schau zum Mond
11. Unsichtbar
12. Ich vermiss dich
Trans-Siberian Orchestra - Night Castle
A Life Divided - Passenger
A life divided ist die zweite Band des Eisbrecher Gitarristen Jürgen Plangger. Und dem ist mit „Passenger“ ein richtig großer Wurf gelungen.
Die Münchner Jungs haben dabei Industrial Pop – Rock nicht neu erfunden, ganz im Gegenteil: die Songs strotzen nur so vor Zitaten musikalischer Vorbilder wie Stabbing Westward, Nine Inch Nails oder auch Depeche Mode. Aber gerade das macht die Scheibe so unterhaltsam.
A life divided schaffen es durch die geschickte Produktion ultra hart, betroffen melancholisch und dann wieder fröhlich poppig zu klingen – und das innerhalb eines Songs!
Wer die neue Linkin Park längst entsorgt hat; wer Unheilig hasst, obwohl er Gothic mag; oder wer sich einfach nur angenehm an die 90er Jahre erinnern will, der ist hier goldrichtig.
Tracklist:
1. Heart on Fire
2. Forever
3. Anyone
4. Words
5. Hey you
6. Doesn't count
7. Save me
8. Other Side
9. Sounds like a Melody
10. Change
11. The End
12. The Way