17.03.2017 | Specials Montag ist Gänsehaut-Tag: Vergessene Band- und Songschätze

Am 20.3.1977 gaben T.Rex ihr letztes Konzert, bevor sie sich auflösten. Wir gehen am Montag auf die Suche nach fast vergessenen Band- und Songschätzen!

Am 20. März 1977 gaben die Glamrock-Ikonen von T. Rex ein Konzert im englischen Portsmouth. 

Es sollte ihre letzte Show sein: Nur wenige Monate später, am 16. September 1977, kam Frontmann Marc Bolan kurz vor seinem 30. Geburtstag bei einem Autofunfall in London ums Leben. Bolan war nicht nur Gründer der Band, sondern auch das musikalische und kreative Mastermind - ohne Bolan konnte es T.Rex nicht geben. Die Band löste sich auf. 

Zum 40. Jubiläum dieser letzten Show wollen wir mal sehen, wer sich im Laufe der Rockgeschichte noch alles aufgelöst hat. 

  • Led Zepplin

    Dass Auflösen und Wieder-Zusammenfinden sowas wie Tradition werden kann, demonstrieren die Jungs von Led Zeppelin ganz eindrucksvoll. 1985, 1988, 1995, 2007 haben Led Zepplin sich immer wieder zusammen getan, um dann doch nicht so richtig weiter zu machen. Aber warum hatten sich die englischen Rocker eigentlich überhaupt aufgelöst? Als am 25. September 1980 Drummer John Bonham tot aufgefunden wurde, beschloss der Rest der Band daraufhin, Led Zeppelin zu beenden. In einer Presseerklärung verkündeten Robert Plant, Jimmy Page und John Paul Jones am 4. Dezember 1980, dass es ihnen nicht möglich sei, ohne Bonham zu spielen.

    Dass es doch irgendwie geht, zeigt die Live DVD „Celebration Day“,  die beim Reunion Konzert 2007 in der O2 Arena in London aufgenommen wurde. Da wünscht man sich glatt, dass Led Zepplin doch wieder zurück kommen. Aber nichts ist ja bekanntlich unmöglich.

  • Pink Floyd

    Ende November 2014 veröffentlichten Pink Floyd das Studio-Album The Endless River, das als letzter Gruß an den 2008 verstorbenen Keyboarder Rick Wright gedacht war. Gleichzeitig war es für viele Fans eine leise Hoffnung, dass die Zeit von Pink Floyd doch noch nicht zu Ende sei. David Gilmour sagt heute dazu: "Mir war klar, dass es unser letztes Projekt werden würde."

    Pink Floyd wurden 1965 in London gegründet, damals noch mit Syd Barrett als Bandleader. Ende der 1960er Jahre verließ Barrett aufgrund von psychischen Problemen die Band und wurde von Gilmour abgelöst. Mitte der 1980er Jahre stieg auch Roger Waters aus der Gruppe aus, die restlichen drei Bandmitglieder tourten weiter und veröffentlichten drei Alben. Pink Floyds spezieller Stil mit Einflüssen aus Progressive Rock, Blues, klassischer, neuer Musik und Jazz fand schnell eine große Fangemeinde. Insgesamt soll die britische Band zwischen 260 und 300 Millionen Tonträger verkauft haben.

  • Oasis

    Manchmal geht’s Schlag auf Schlag: In der Nacht vom 28. auf den 29. August 2009 gab Noel Gallagher, Sänger und Gitarrist von Oasis, auf der Webseite der Band seinen Ausstieg bekannt. Am nächsten Tag erklärte er, er sei zu diesem Schritt gezwungen worden und bedauere die kurzfristige Absage der bereits gebuchten Festival-Auftritte in ganz Europa. Er selbst sei für diese Konzerte bereit gewesen, „andere Personen“ jedoch nicht. In den Medien gab es anschließend unterschiedliche Deutungen, ob damit die 18-jährige Bandgeschichte beendet sei oder nicht. Am 8. Oktober 2009 erklärte Liam Gallagher in einem Interview mit der Times die Band für aufgelöst.

  • The Police

    Dass sich eine Band auflöst, kann viele Gründe haben. Manchmal ist es der Tod des Bandleaders, manchmal ist es der Zahn der Zeit und manchmal ist es eben das Ego. So im Falle von der Kultband The Police. Ständige Machtkämpfe zwischen Sänger Sting und Schlagzeuger Stewart Copeland (darüber, wer jetzt nun der Bandleader sei, welche Songs auf die fertigen Alben kommen sollten, etc., etc…) und endlose Diskussionen haben letztendlich zum Ende von The Police geführt. Gut, solche Diskussionen und vielleicht auch das eine Mal, als Copedale Sting zwei Rippen brach, weil dieser ihm seine Zeitung weggenommen hatte. 

    Offiziell aufgelöst wurde die Band aber erst 2008, denn nach einem ewigen Hin und Her starteten die Herren im Mai 2007 doch nochmal eine große Welttournee. Die Tour endete im August 2008 mit einem Konzert im Madison Square Garden in New York. Seitens der Musiker wurde die Band The Police damit einvernehmlich und offiziell aufgelöst. 

  • ​Black Sabbath

    "What is this that stands before me?" Sie sind die Urväter des Metal: Black Sabbath. Ohne Tony Iommi, Geezer Butler und Ozzy Osbourne würde der Metal, den wir heute kennen, komplett anders klingen. Nach einigen Wechseln im Line Up, 19 Studioalben und einer sehr bewegten Bandgeschichte war es am 04.02.17 (also vor gerade einmal einem guten Monat) soweit: Das finale Konzert von Black Sabbath fand in ihrer Heimatstadt Birmingham statt. Über das Internet besiegelten die englischen Metal-Pioniere dann das, was alle vermutet hatten: Sie veröffentlichten ein Bild, auf dem unter dem Bandlogo - wie auf einem virtuellen Grabstein - geschrieben stand: Black Sabbath 1968 – 2017. Das war wohl wirklich „The End“.

Kommentare