26.02.2019 | ROCK ANTENNE Front of Stage: Der Konzert-Blog Pop Evil am 21.02.2019

Unsere Hörerin Angelica hat sich das V.I.P.-Ticket für das Mega-Jahr 2019 gesichert und sieht alle ROCK ANTENNE-Konzerte live. Hier berichtet sie uns von ihren Erlebnissen.

Foto: Jamie McIsaac / ROCK ANTENNE

Vorwort: Im Nachhinein habe ich von der Krankheit des Sängers erfahren. Da ich aber versuche meine Erlebnisse unverfälscht zu präsentieren, war es halt leider so, wie es war. Gute Besserung!

Eigentlich hat mir meine Mama mal beigebracht, dass wenn man nichts Gutes zu sagen hat, lieber den Mund hält. Leider versuche ich völlig subjektive Berichte abzuliefern und da passiert es eben mal, dass ein Abend auch mal nicht so geil ist.

Die Backstage Halle ist voll als wir ankommen, nicht ausverkauft, aber sehr sehr gut gefüllt. Ich freu mich, habe einige Tage lang die Alben von Pop Evil hoch und runter gehört und bin völlig überzeugt von der Qualität dieser Band. Poppig-grungiger Hard Rock, absolut massentauglich.

Support ist heute The Fallen State von denen wir noch die letzten Songs hören, bevor es schon sehr früh zum Change-Over kommt. Tolle britische Hardrock Band! Die Jungs mischen sich sofort nach dem Gig unters Publikum, sehr sympathisch!

Nach einer endlos wirkenden Umbaupause (2 Bier lang) kamen endlich Pop Evil auf die Bühne. Optisch alles, was man sich von einer US Hardrock Band erwartet, Bühnenbild, Licht und Show erinnern ebenfalls an Szenen aus klischeebehafteten 80er-Jahre-Hollywood-Streifen, in denen mal ein Rock Konzert stattfindet. Düster, rotes Licht, lange Haare, Girl an den Drums. Damen in roten Lederanzügen im Publikum (ob sie mich wohl mit ihrer Yamaha heimfährt?).

Die Stimmung ist extrem gut, die Fans singen mit und flippen regelrecht aus. Ich kann's nur leider nicht verstehen - der Sänger ist nicht gut bei Stimme. In der Backstage Halle ist es heiß, feucht und stickig - das mag im Sommer vorkommen, wenn den ganzen Tag die Sonne auf das Flachdach bruzelt und die Lüftung versagt, jedoch eigentlich nicht im Februar.

Der Sound ist nicht besonders gut heute, blechern, laut, ausschließlich Mitten. Die Gitarre fühlt sich an, als würde man mit Stacheldraht verprügelt werden. Wir vermuten Engl-Amps, und dass es gewollt ist. Wir gönnen uns eine Pause und kommen vor der Halle ins Gespräch mit anderen Konzertbesuchern, alle ein wenig enttäuscht. 

Als wir wieder reingehen kommen uns bereits einige Leute kopfschüttelnd entgegen, die Jacke bereits an. Der Sänger kreischt nur noch, unterstützt von anderen Sängern, die mit ihm um die Wette schreien. Und dann ist das Konzert aus, nach 50 Minuten. Unter tosendem Applaus verlässt die Band die Bühne. 

Mehr Fotos von der Show gibt's hier: