02.08.2018 | Der V.I.P.-Blog von Flo: So war das Konzert-Jahr 2018 Judas Priest am 31.07.2018

Unser Hörer Florian hat beim Flatroulette das V.I.P.-Ticket gewonnen und sieht alle ROCK ANTENNE-Konzerte live. Hier berichtet er uns von seinen Erlebnissen!

  • Foto: ROCK ANTENNE
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Es ist heiß. Richtig heiß. Der bisher heißeste Tag des Jahres. Und die Vorfreude auf das Konzert von Judas Priest ist riesig! Es fühlt sich so an, als wäre man im Zenith in einem Backofen und es schleicht sich das dumpfe Gefühl ein, dass es noch heißer werden wird...

Wir haben es in den ersten Wellenbrecher geschafft und erlebten aus nächster Nähe die Black Star Riders als Vorgruppe. Musikalisch für meinen Geschmack ganz ok. Die Songs waren durchaus kräftig, sie rockten langsam den Temperaturregler höher, aber die Stimmung war noch gediegen. Vielleicht lag es an der Hitze, vielleicht war es den Heavy Metal-Judas Priest-Fans zu seicht. Bei den Nummern von "Jailbreak" und "Boys Are Back In Town", die dank des ehemaligen Thin Lizzy-Gitarristen Scott Gorham gespielt wurden, merkte man vom Publikum schon mehr Begeisterung.

Vor der Bühne wurde es nun voller und noch heißer. Die ersten T-Shirts wurden ausgezogen - auch die Roadies bereiteten oben Ohne alles für den Priest-Auftritt vor. Mit dem aktuellen Knallerhit "Firepower" vom neuen Album brutzelte Sänger Rob Halford gleich zu Beginn die Menge. Bei den Gitarristen lief schon mit den ersten Akkorden der Schweiß - dem Sound tat es gut. Was für ein Heavy Metal-Menü nun gekocht wurde, lässt sich bereits erahnen!

Weitere Zutaten für den gelungenen Genuss sind z. B. "Grinder", "The Sinner", "Bloodstone", "Turbolover". Das langhaarige Publikum ist begeistert und beim headbangen fliegen in der Hitze nicht nur Haare... Es ist sogar noch heißer, als beim Sauna-Zelt-Aufguss von Billy "The Fist" Idol! Egal. Alles klebt. Geil!

Die Stimme von Rob ist der Hammer! Er verschwindet immer wieder mal hinter den Kulissen, kommt mit abgefahrenen Klamotten zurück, bewegt sich wie ein beschwörender Hexer über die Bühne und schafft es immer noch über mehrere Oktaven die richtigen Töne zu treffen. Unterstützt wird die Wirkung durch die riesige Leinwand - unnötig zu erwähnen, dass dort viel Feuer zu sehen ist: was dazu beiträgt, dass es wieder etwas heißer bei diesem grandiosen Gig wirkt. Zwischen den Songs wird die Band immer wieder mit beschwörenden "Priest! Priest! Priest!"-Rufen der Menge angefeuert.

Schon jetzt kann ich sagen, dass dieses Konzert eines der besten in diesem wahnsinnigen Flat-Roulette-Ticket-Jahr ist. Wer meinte dass bei "Painkiller" der Siedepunkt erreicht war, wurde eines heißeren belehrt. Die ohnehin geniale Stimmung wurde noch weiter geschürt, als zur Zugabe der an Parkinson leidende Gitarrist Glenn Tipton dazu kam und mit "Metal Gods", "Breaking The Law" und "Living after Midnight" diesen heißen und denkwürdigen Heavy-Metal-Abend ausklingen ließ.

Durchgebrutzelt in der Judas Priest-Hölle schmorten wir über eineinhalb Stunden an diesem bisher heißesten Tag des Jahres. Für Metal-Jünger das Paradies.

Hier geht's zu den Fotos von Judas Priest: