Auf Kleinigkeiten kommt es an - Was tun bei...?

Hier gibt's noch ein paar kleine Tipps für ein entspanntes Festival. Was tun bei...?

  • ​...langen Warteschlangen?

    Es geht meistens schon los mit dem Einlass auf den Campingplatz. Die Schlange scheint schier endlos? Nicht verzagen, es kommt nur darauf an wie man mit der Situation umgeht. Allgemeiner Tipp: Gesellschaft und ein Wegbier mitnehmen! Wen kümmert‘s ob man eine halbe Stunde irgendwo warten muss, wenn man sich dabei gut unterhalten und Bier trinken kann. 

    Ganz gemütliche Zeitgenossen wählen statt lästigem Anstehen die entspannte An“sitzen“-Variante: Einfach den Campingstuhl mitnehmen, aufstellen und sitzend weiterrücken.

  • ...Dauerregen?

    Gummistiefel an, Regenponcho übergezogen, und dann nicht aufhalten lassen vom schlechten Wetter! Es gibt auf jedem Festival auch stabilere Ponchos, die kosten zwar etwas mehr als die dünne Plastikfolienvariante, kann man aber noch lange Zeit benutzen (sind also auch besser für die Umwelt) und halten trockener.

    Und, ganz wichtig: Zelte und Pavillons sichern! Wasser im Zelt nervt gewaltig und kann einem die Laune im wahrsten Sinne des Worte verhageln. Und wenn der Pavillon plötzlich abhebt und ins Zelt des Nachbarn kracht, hat nicht nur der Spaß ein Loch.

    Sollte gar ein stattliches Unwetter aufziehen, achtet bitte auf Durchsagen auf dem Festivalgelände und checkt falls möglich die Social Media Seiten des Festivals bzw. die Festival-App, falls vorhanden. Falls das Gelände evakuiert werden sollte, haltet euch daran - es geht schließlich um eure eigene Sicherheit. Wenn möglich, schnappt euch auf dem Weg eure Wertsachen und eventuell einen Camping-Stuhl, Decke, Schlafsack oder Ähnliches, damit das Warten nicht gar so ungemütlich wird.

  • ...​Hitze?

    Bei Hitze empfiehlt es sich wirklich, ausreichend Wasser zu trinken. Mag ja sein, dass das für echte Rocker – gerade auf Festivals – eine ganz schöne Herausforderung ist, es ist aber wirklich notwendig wenn ihr auch am dritten Tag noch geile Konzerte erleben wollt. Ein Sonnenstich hilft niemandem und macht auch gar nicht mehr sooo viel Spaß. 

    Auch eine Kopfbedeckung ist ratsam für alle, die den ganzen Tag vor der Bühne verbringen. Wer so etwas noch nicht besitzt, findet spätestens an den Verkaufsständen auf dem Festival Caps und Mützen von vielen Bands.

    Eincremen und Sonnenbrille nicht vergessen!

  • ...​Heiserkeit?

    Endlich Festival-Zeit! Tag 1 war genial, voller Highlights und Konzerten mit maximalem Mitgröhl-Faktor. Tag 2 ist angebrochen – und die Stimme hat sich jetzt schon verabschiedet? Da hat jeder so seine kleinen Hausmittelchen – warmes Bier zum Beispiel hilft manchen, und davon hat man auf Festivals generell immer etwas zur Hand, vor allem wenn die Temperaturen sommerlich hoch sind. 

    Ansonsten gibt es verschiedene Tabletten, Säftchen oder Bonbons im Handel. Wer also anfällig für Stimmverlust ist kann sich einfach ein Päckchen Ipalat, Dobendan oder Ähnliches mitnehmen; auch Salbei-Bonbons sind einfach, aber oft wirkungsvoll. Damit sollte das Schlimmste vermeidbar sein.

  • ​...Kater?

    Da hilft nur eins: Pegel halten! Kleiner Scherz, irgendwann muss auch der härteste Rocker wieder nüchtern werden. Es lohnt sich, von Haus aus zu versuchen vorzubeugen. Am Abend fett- und kohlenhydratreiche Speisen essen (z.B. Pommes Frites oder Pizza). Der volle Magen verhindert zwar nicht, dass man betrunken wird, der Alkohol wird aber langsamer aufgenommen. Außerdem viel Wasser trinken, denn erstens spült das die Giftstoffe aus dem Körper, und zweitens entzieht Alkohol dem Körper Flüssigkeit.

    Am nächsten Morgen gilt es, die Wasser- und Mineralstoffspeicher des Körpers wieder aufzufüllen. Also wieder viel Wasser (am besten stilles, das schont die Magenschleimhaut) oder Fruchtschorlen trinken (vielleicht ist vom Wodka-O vom Vorabend ja noch ein bisschen Orangensaft über), und deftig frühstücken. Man kann auch nachhelfen und mit Brausetabletten die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ankurbeln. Es gibt sogar verschiedene Präparate sowohl im Internet als auch im Drogeriemarkt, die mit verschiedenen Vitamin- und Mineralstoffkombinationen speziell gegen Kater helfen sollen. Gegen Kopfschmerzen hilft viel Wasser und notfalls eine Schmerztablette. Aber Vorsicht, vor allem wenn man auch an Übelkeit leidet sind Schmerztabletten nicht unbedingt empfehlenswert – die Magenschleimhaut ist sowieso schon überreizt. Generell gilt: Das ist aber alles natürlich keine Dauerlösung!

    Übrigens: Frische Luft tut gut und hilft auch, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen – und da bietet ein Festival schließlich optimale Bedingungen.

  • Der obligatorische erhobene Zeigefinger:

    Alkohol ist ein Zellgift. Natürlich wissen wir alle, dass er in größeren Mengen schädlich ist. Festivals sind aber gewissermaßen ein mehrtägiger Ausnahmezustand, deshalb kann man da erhöhten Konsum schon mal dulden. Trotzdem gilt: Übertreibt es nicht! Wer sturzbetrunken im Gebüsch liegt, bekommt logischerweise auch nicht mehr viel mit vom Festival – und das wäre letzten Endes nicht nur schade ums Geld. Aber auch das passiert unter Umständen einmal – dann sind die Umstehenden umso mehr gefragt. Bemerkt man, dass jemand offensichtlich wirklich viel zu viel getrunken hat, sollte man ihn niemals alleine lassen. Die Gefahr ist viel zu hoch, dass ein Volltrunkener einschläft, sich übergeben muss und das Erbrochene in die Atemwege gerät. Außerdem machen Betrunkene gerne mal Unsinn und das kann auch gefährlich werden. Und wenn es sogar so weit kommt, dass der Betrunkene nicht mehr ansprechbar ist – dann sofort zu den Sanitätern. Eine Alkoholvergiftung ist kein Witz und kann lebensgefährlich sein.

    Außerdem: Wer beim Losen verloren hat und die Bande nach Hause fahren muss, denkt bitte daran rechtzeitig aufzuhören zu trinken! Restalkohol wird oft unterschätzt und bei all den kurzen Nächten und der ausgelassenen Festivalfeierei trinkt man doch mal länger als man sollte. Es gilt: Pro Stunde können nur etwa 0,1 bis 0,2 Promille Alkohol abgebaut werden, das variiert leicht (je nach Gewicht und Geschlecht) – und der Alkoholabbau lässt sich durch nichts beschleunigen.

    Genug jetzt vom erhobenen Zeigefinger, generell gilt für Festivals das gleiche wie für das ganze Leben: Wenn jeder sich und seine Grenzen kennt und auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt, dann steht einer feucht-fröhlichen, spaßigen und unvergesslichen Zeit nichts mehr im Wege!

Alles, was man über Festivals wissen muss!