DO's und DONT's des Festival-Daseins - So macht Feiern doppelt Spaß!

​Festivalzeit! Ausnahmezustand! Aber heißt Ausnahmezustand wirklich, dass restlos alles erlaubt ist? Hier sind ein paar DO's und DONT's des Festival-Zusammenlebens.

Hurra, endlich wieder Festival! Da werden die guten Manieren getrost zu Hause gelassen, denn endlich kann mal wieder die Sau rauslassen! Und wie lange hat man darauf gewartet. Dazu noch Bier, Freunde, frische Luft und geile, laute Rockmusik. Was will man also mehr.

Aber heißt Ausnahmezustand wirklich, dass restlos alles erlaubt ist? Wer das so sieht, muss gar nicht weiterlesen. Für alle, die doch noch ein bisschen an den Menschen als einigermaßen zivilisiertes Wesen glauben, hier ein paar Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens in extremen Open Air-Situationen.

DO's:

    • Auf jedes Wetter vorbereitet sein (das heißt: Gummistiefel und Sonnencreme einpacken!)
    • Früh kommen. Wer früher kommt, kann früher feiern.
    • Sich den Spielplan im Vorfeld anschauen und planen, was man wann sehen will. Eventuell den Spielplan ausdrucken und mitnehmen. Rock’n’Roll!
    • Den Zeltplatz irgendwie markieren (mit einer mitgebrachten Fahne o.Ä.). Hilft ungemein beim Orientieren im Zelte-Meer und ermöglicht präzisere Angaben wie "Wir sind da hinten unter dem Baum da!"
    • Einwegkameras mitnehmen. Die dürfen auch mal runterfallen, sind finanziell kein extrem hoher Verlust falls sie verloren oder doch kaputt gehen und machen außerdem zwar keine qualitativ perfekten Fotos, bringen dafür aber ein bisschen Retrokitsch ins Spiel (bzw. aufs Bild).
    • Wasser trinken! Ist uncool, möglich. Aber Dehydrierung ist uncooler.
    • Ohrstöpsel einpacken. Irgendwann möchte der härteste Rocker mal eine Ruhepause einlegen – und dann stören auch die Nachbarn nicht, die lautstark den Highway to Hell besingen.
    • Die Nachbarn kennenlernen, neue Freundschaften schließen, friedlich rocken und feiern.
    • Ukulele mitnehmen. Gitarren sind sperrig, doch recht teuer und eigentlich zu schade für Festivals – außer, man passt gut auf sie auf. Ukulelen sind die kleine, feine, günstige Alternative – und darauf kann jeder ein bisschen mitklimpern. Weil immer nur zuhören doch auch irgendwann langweilig wird.
    • Zu so vielen Konzerten wie möglich gehen, alles mitnehmen (ohne sich stressen zu lassen) und den Festival-Ausnahmezustand genießen!

DONT's:

    • Neben den Dixie-Klos campen. Kann man machen, muss man aber nicht. Klar, bei eigenen Bedürfnissen hat man‘s nicht so weit – aber andere Festivalbesucher achten bei ihren Bedürfnissen nicht unbedingt darauf, wo genau der Strahl hingeht. Wenn's heiß wird - davon wollen wir mal gar nicht anfangen.
    • Das ganze Konzert mit dem Smartphone filmen. Am besten noch ohne sich dabei einen Millimeter zu bewegen, während rundherum die Menge tobt. Handy raus, Schnapschuss machen, Handy weg, weiter feiern.
    • Aggressiv sein und schlechte Stimmung verbreiten. Friedlich feiern und fröhlich rocken ist da die Devise! Wir mögen alle die gleiche Musik. Außerdem: Wer pöbelt, andere beleidigt oder sogar um sich schlägt, hat schneller kein Bändchen mehr als er Piep sagen kann.
    • Stehlen. Selbsterklärend.
    • Gnadenlos alles voll müllen. Wer denkt, als cooler Rocker gleichzeitig ein Umwelt-Rowdy sein zu müssen, liegt falsch. Klar ist das ich-werfe-meinen-Müll-einfach-über-die-Schulter-Feeling unbezahlbar – wer darf das schon zu Hause. Aber es ist kein großer Act, diesen Müll irgendwann (spätestens am letzten Tag) wieder aufzuheben und zu den Müllsammelstellen zu bringen. Die Umwelt dankts – und die meisten Festivals belohnen umweltfreundliche Rocker sogar noch mit Müllpfand.
    • Helga suchen. Das ständige „Heeeeelgaaaa“-Gebrülle ist einfach irgendwann nur noch nervig, und diese Geschichte hatte ihre Hochphase einfach schon vor Jahren.
    • Dosen auf Campingkochern in die Luft jagen, und das vielleicht schon am Anreisetag. Die meisten Leute fragen sich da vor allem eins: Warum?! Erstens ist nichts daran wirklich cool: Weder mit dem Essen zu spielen, noch die Leute um sich herum in Gefahr zu bringen (und ja, solche Aktionen können tatsächlich böse ins Auge gehen – auch im wahrsten Sinne des Wortes!). Zweitens ist das eine interessante Logik: Schwere Dosen aufs Festivalgelände schleppen, nur um sie dort mit viel Tamtam zu zerstören. Und wenn es unbedingt sein muss: Bitte wenigstens nicht versteckt zwischen irgendwelchen Zelten und mit entsprechender Vorwarnung der Umstehenden / Vorbeilaufenden.
      Wer die Aufmerksamkeit braucht, kann auch einfach auf dem Weg Flunky Ball spielen. So findet man auch neue Freunde.
    • Zelte abfackeln / kaputttreten. Macht man einfach nicht, schon gar nicht wahllos bei irgendwelchen fremden Camps.
    • Sich komplett bewusstlos saufen. Wo ist der Spaß, wenn man nichts mehr mitkriegt? Und am Ende verpasst man so noch seine Lieblingsband.
    • Glasflaschen mitnehmen. Sind sowieso verboten und werden bei Entdecken sofort konfisziert. Also Schnaps etc. brav in Plastikflaschen umfüllen und Bier eben in Dosen kaufen.

Alles, was man über Festivals wissen muss!