30.08.2018 | Rock News Gegen Fremdenhass: Die Toten Hosen und Kraftklub spielen Gratis-Gig in Chemnitz

Nach den üblen Szenen in Chemnitz wollen zahlreiche Bands ein Zeichen gegen Rechts setzen. Unter anderem treten Kraftklub, Die Toten Hosen und Feine Sahne Fischfilet auf.

  • Kraftklub und zahlreiche weitere Künstler setzen am Montag in ihrer Heimatstadt Chemnitz ein Zeichen gegen Rechts.

    Kraftklub und zahlreiche weitere Künstler setzen am Montag in ihrer Heimatstadt Chemnitz ein Zeichen gegen Rechts.

    Foto: Philipp Gladsome / Universal
  • Einer der ersten größeren Acts, die zugesagt haben, war Rapper Marteria, der mit Casper  ebenfalls am Karl Marx-Denkmal performen wird.

    Einer der ersten größeren Acts, die zugesagt haben, war Rapper Marteria, der mit Casper  ebenfalls am Karl Marx-Denkmal performen wird.

    Foto: Paul Rippke / Sony Music
  • Auch die Polit-Punks von Feine Sahne Fischfilet haben sich angekündigt, den zahlreichen Gegendemonstranten Mut zuzusprechen.

    Auch die Polit-Punks von Feine Sahne Fischfilet haben sich angekündigt, den zahlreichen Gegendemonstranten Mut zuzusprechen.

    Foto: Bastian Bochinski
  • Als wohl prominentester Rock-Act sind Die Toten Hosen mit am Start.

    Als wohl prominentester Rock-Act sind Die Toten Hosen mit am Start.

  • Auch die Rapper von K.I.Z. werden unter dem Motto #wirsindmehr performen.

    Auch die Rapper von K.I.Z. werden unter dem Motto #wirsindmehr performen.

    Foto: Christoph Voy / Universal Music

#wirsindmehr! Unter diesem Motto haben Musiker dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Am Montag ab 17 Uhr spielen sie ein Gratis-Konzert am Karl Marx-Monument in Chemnitz. Unter den Bands befinden sich Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, die aus Chemnitz stammenden Indie-Rocker von Kraftklub, sowie die Rapper K.I.Z., Marteria & Casper, Trettmann und Nura.

Vorangegangen waren die Aufmärsche rechtsmotivierter Gruppen diese Woche in Chemnitz. Nachdem es beim örtlichen Stadtfest zu einem tödlichen Angriff auf einen 35-jährigen Deutschen gekommen war - wohl durch zwei Männer ausländischer Herkunft - haben einige Organisationen, darunter auch offen rechtsradikale Gruppierungen, zu "Trauermärschen" aufgerufen. Bei diesen kam es zu heftigen Ausschreitungen. Reporter vor Ort berichten von Hetzjagden auf Menschen anderer Hautfarbe, dem offenen Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole sowie Angriffen auf Journalisten und Gegendemonstranten.

"All den Menschen, die von den Neonazis angegriffen wurden, wollen wir zeigen, dass sie nicht alleine sind", schreiben die Bands in einem gemeinsamen Statement. "Tausende Leute ziehen durch Chemnitz, instrumentalisieren einen erbärmlichen Mord und jagen wieder Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe. Es geht ihnen nicht darum zu trauern, sondern um ihren Hass freien Lauf zu lassen. Es waren jedoch auch tausende Leute auf der Straße, die diese Hetze nicht hinnehmen wollten. Jede einzelne Person von euch feiern wir. Diesem rassistischen Mob hat man nicht unwidersprochen die Straße zu überlassen."