22.11.2017 | Rock News John Lennon: Teile aus Nachlass in Berlin aufgetaucht

Kurioser Fund in der Hauptstadt! In einem insolventen Auktionshaus wurden über hundert Gegenstände aus dem Besitz John Lennons gefunden.

  • In Berlin sind Teile des Nachlasses von John Lennon aufgetaucht.

    In Berlin sind Teile des Nachlasses von John Lennon aufgetaucht.

    Foto: Universal Music
  • Darin enthalten waren Brillen, Tonbänder und Tagebücher des Ex-Beatles.

    Darin enthalten waren Brillen, Tonbänder und Tagebücher des Ex-Beatles.

    Foto: Universal Music
  • Der Gesamtwert des Fundes wird auf über 3 Millionen Euro geschätzt.

    Der Gesamtwert des Fundes wird auf über 3 Millionen Euro geschätzt.

    Foto: Universal Music
  • Bereits im Juli hat der Insolvenzverwalter des Auktionshauses die Polizei informiert, seitdem habe man die Echtheit der Gegenstände geprüft.

    Bereits im Juli hat der Insolvenzverwalter des Auktionshauses die Polizei informiert, seitdem habe man die Echtheit der Gegenstände geprüft.

    Foto: Universal Music
  • In eines der Tagebücher hat Lennon noch am Tag seines Todes geschrieben.

    In eines der Tagebücher hat Lennon noch am Tag seines Todes geschrieben.

    Foto: Universal Music
  • Die Gegenstände wurden Lennons Witwe Yoko Ono übergeben.

    Die Gegenstände wurden Lennons Witwe Yoko Ono übergeben.

    Foto: Universal Music

Was man nicht alles tut, um die drohende Pleite abzuwenden. In einem Auktionshaus in Berlin wurden über hundert Gegenstände gefunden, die einst John Lennon gehört haben. Darunter drei Tagebücher, Nickelbrillen, ein Musikpreis von 1980 sowie ein Original-Tonband eines Konzertes mit den Beatles von 1965. Das Haus hat bereits versucht die Ware an den Mann zu bringen - so hat eine Uhr, die Lennons Witwe Yoko Ono John einst zum Geburtstag geschenkt hatte, für 600.000 Euro den Besitzer gewechselt. Ansonsten wurde nichts versteigert.

Allerdings sind die Gegenstände nicht auf legalem Wege in das Auktionshaus gelangt! Die Abteilung für gestohlene Kunst des LKA ermittelt momentan gegen den mutmaßlichen Dieb, einen 58-jährigen Deutschen mit türkischer Herkunft. Er arbeitete als Chauffeur für Yoko Ono und musste 2007 bereits eine Haftstrafe antreten, weil er die Wohnung seiner Chefin heimlich fotografiert hatte. Die Beamten fanden nach einigen Durchsuchungen eine weitere Mappe mit Lennons Sachen im Auto des Verdächtigten. Sie vermuten, er habe die Gegenstände nach und nach entwendet und in die Türkei gebracht. 

Den Gesamtwert schätzte das Auktionshaus auf 3,1 Millionen Euro, bereits im Juli hat der Insolvenzverwalter die Polizei alamiert. Michael von Hagen, Vizeleiter der Staatsanwaltschaft Berlin und sein Team mussten erst herausbekommen ob die Gegenstände tatsächlich John Lennon gehörten. In eines der Tagebücher hat der Musiker noch an seinem Todestag hineingeschrieben! Nach der Sicherstellung der Echtheit flogen die Ermittler zu Yoko Ono nach New York.  Sie bekam einige Gegenstände mitgebracht und einige auf Fotos gezeigt. Zu ihrer Reaktion äußerte sich die Staatsanwältin Susann Wettley, "Sie war sehr gerührt, und man hat deutlich gemerkt, dass sie an diesen Gegenstände hängt und sie natürlich auch gerne zurückhaben will."