08.11.2017 | Rock News Linkin Park: Mike Shinoda teilt Erinnerungen von Chester

Mike Shinoda erzählt, wie ein Labelmitarbeiter seinen verstorbenen Bandkollegen einst zum Ausstieg bei Linkin Park überreden wollte, aber böse scheiterte.

  • In einem Interview hat Mike Shinoda weitere Erinnerungen von Chester Bennington geteilt.

    In einem Interview hat Mike Shinoda weitere Erinnerungen von Chester Bennington geteilt.

    Foto: laut.de
  • Er erzählt, dass Chester unglaublicherweise nicht überzeugt von seiner Stimme war.

    Er erzählt, dass Chester unglaublicherweise nicht überzeugt von seiner Stimme war.

    Foto: laut.de
  • Shinoda hat ihm wohl stets gesagt, dass er auf einem Level mit Freddie Mercury und James Hetfield singen würde. Chester hat das nie so gesehen.

    Shinoda hat ihm wohl stets gesagt, dass er auf einem Level mit Freddie Mercury und James Hetfield singen würde. Chester hat das nie so gesehen.

    Foto: Warner Music Group / James Minchin
  • Eine weitere Geschichte ist, dass ein Labelmitarbeiter Chester davon überzeugen wollte, Mike Shinoda zu feuern und aus Linkin Park ein Soloprojekt zu machen.

    Eine weitere Geschichte ist, dass ein Labelmitarbeiter Chester davon überzeugen wollte, Mike Shinoda zu feuern und aus Linkin Park ein Soloprojekt zu machen.

    Foto: Warner Music Group / James Minchin
  • Doch Chester sagte dem Label-Typen, dass er sich verpissen solle.

    Doch Chester sagte dem Label-Typen, dass er sich verpissen solle.

    Foto: Warner Music Group / James Minchin

In einem Interview mit dem KERRANG!-Magazin hat Linkin Park-Rapper Mike Shinoda über seinen verstorbenen Bandkollegen Chester Bennington gesprochen. Er verglich den Sänger mit Größen wie Freddie Mercury, James Hetfield und Dave Gahan von Depeche Mode. Chester selbst war aber sehr unsicher, was sein Gesangstalent betraf.

"Er hat sich von sehr vielen Sängern inspirieren lassen. Ich habe ihn immer mal wieder daran erinnert, dass er mit ihnen auf einer Höhe ist, aber er hat das nie so gesehen. Er hat nie akzeptiert, dass er das war. Aber in den letzten Monaten haben dutzende Künstler öffentlich und privat zu uns gesagt, was für eine Inspiration Chester und die Band für sie waren." 

Außerdem erzählt er von einer Geschichte aus dem Jahr 2000, als Linkin Park gerade an ihrem Debüt Hybrid Theory arbeiteten. Ein Mitarbeiter ihres Plattenlabels war wohl nicht begeistert vom Stil der jungen Band und wollte, dass Chester Shinoda feuere und ein Soloprojekt aus der Gruppe mache. Kurz danach versammelte der Sänger die anderen Mitglieder, schilderte ihnen die Lage und sagte, dass er dem Mitarbeiter empfohlen habe "sich zu f*cken". 

Diese Aktion hat bei Mike Shinoda großen Eindruck hinterlassen: "Eine Menge Leute wären in Versuchung geraten. Wir hatten nichts! Wir hatten einen Plattendeal, der komplett davon abhing, ob A&R das Album gut fand oder nicht. Und er sagt dem Typen einfach, dass er sich verpissen soll."

Wie es nach Chesters Suizid mit Linkin Park weitergehen soll, ist noch nicht bekannt. Vor knapp zwei Wochen spielte die Band ein Memorial-Konzert für ihren Sänger, zusammen mit zahlreichen anderen Musikern.