05.10.2016 | Rock News Nach Springsteen: Weitere Rockstars gegen Donald Trump

Bruce Springsteen, Lars Ulrich, The White Stripes, die Stones, R.E.M., Queen und Co.: Diese Rockstars sind definitiv KEINE Fans des US-Präsidentschaftskandidaten!

Foto: Fotos: Arturo Pena-Romano / Andrew Gombert

Nachdem der „Boss“ höchstpersönlich zum Rundumschlag gegen Trump ausgeholt hat, indem er ihn in einem Interview mit dem Rolling Stone als Idioten beschimpfte, schießen weitere Rockstars gegen den US-Präsidentschaftskandidaten.

Lars Ulrich, seines Zeichens Drummer und Gründungsmitglied von Metallica, will zum Beispiel offensichtlich nicht mit Trump in einem Land eingesperrt sein. Er verkündete in einem Interview mit der dänischen Zeitung Ekstra Bladet, er könne sich eine Rückkehr in seine Heimat Dänemark gut vorstellen, sollte Trump tatsächlich gewählt werden. „Ich bin zu hundert Prozent dänischer Bürger, ich zahle in den USA meine Steuern, aber darf nicht wählen“, sagte Ulrich, der mit 17 Jahren in die Staaten auswanderte. „Wenn Trump Präsident wird und alles den Bach runtergeht, ist es gut möglich, dass ich zum Flughafen fahre und frage, ob ich wieder zurückkommen darf.“ 

Ebenso ablehnend stehen dem Republikaner die White Stripes gegenüber. Über ihr Label Third Man Records ließen Jack und Meg White ausrichten, dass sie „angeekelt“ seien von der Tatsache, dass ihr Song "Seven Nation Army" in einem Wahlkampfwerbespot von Trump zu hören sein soll.

Allerdings gibt es bisher nur ein inoffizielles Video, das von einem Trump-Unterstützer zusammengestellt und mit dem Song unterlegt wurde. Ganz offiziell und zurecht erzürnt waren dagegen bereits die Rolling Stones, R.E.M. und Queen, deren Stücke allesamt illegal und ohne Zustimmung der Künstler in Wahlspots verwendet wurden.

Auch Roger Waters zeigte bei seinem letzten Konzert, was er von dem republikanischem Kandidaten hält. Bei einer Live-Performance des Pink Floyd-Songs „Pigs“ enthüllte er ein Bild von Donald Trump, das ihn mit einer Maschinenpistole abbildet.

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Quelle: jose casas / YouTube

Während des Songs erschienen auf den riesigen Videoleinwänden im Hintergrund zudem einige umstrittene Aussagen, die Trump in den vergangenen Jahren von sich gab. Die Zitate waren ins Spanische übersetzt und beinhalteten zum Beispiel Dinge wie er habe die Menschen den 11. September 2001 feiern sehen, "wenn Ivanka nicht meine Tochter wäre, würde ich sie vielleicht daten", "Das Schöne an mir ist, dass ich sehr reich bin" etc. Der Pink Floyd-Rocker beendete seine Trump-Show dann mit einer unmissverständlichen Aussage: "Trump - Eres un Pendejo", auf gut Deutsch: "Trump - du bist ein Arschloch." 

Die Stimmung bleibt also hitzig.