09.02.2017 | Music News Spinal Tap: Klage über 370 Millionen Euro eingereicht

Echt viel Geld für eine fiktive Band: Die Schöpfer von "Spinal Tap" verklagen die Produktionsfirma Vivendi wegen Betrugs und Vertragsbruchs auf knapp 400 Millionen Euro.

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Schluss mit lustig bei den Machern von Spinal Tap: Die Schauspieler Harry Shearer, Christopher Guest und Michael McKean sowie Regisseur Rob Reiner haben eine Klage gegen die Produktionsfirma Vivendi eingereicht. Die Begründer der Pseudo-Dokumentation "This Is Spinal Tap" fühlen sich von Vivendi bei den Einnahmen aus dem Film um Millionengewinne betrogen.

Bereits seit Oktober 2016 läuft die Klage von Harry Shearer - vor allem bekannt als Sprecher der "Simpsons"-Figuren Mr Burns und Whalen Smithers - gegen Vivendi. Der Vorwurf: Betrug und Vertragsbruch. Der Spinal Tap-Bassist fordert einen gerechten Anteil aus den Einnahmen des Kultfilms, bislang umgerechnet etwa 117 Millionen Euro. Nun haben sich seine restlichen "Bandkollegen" und Regisseur Reiner angeschlossen. Damit ist ihre Forderung auf Entschädigung gestiegen - auf die enorme Summe von gut 370 Millionen Euro (320 Millionen Pfund). 

Der Regisseur und Erzähler des Films Rob Reiner sagte in einem Statement: 

"Die faire Entlohnung für künstlerisches Bemühen wurde lange Zeit auf der falschen Seite behalten. Was diesen Fall so ungeheuerlich macht, ist die anhaltende und absichtliche Unterschlagung von Gewinnen und die absichtliche Manipulation der Verteilung der Einnahmen zwischen verschiedenen Vivendi-Tochtergesellschaften - zum Nachteil des kreativen Talents hinter der Band und dem Film." 

"This Is Spinal Tap" ist ein fiktiver Musik-Dokumentarfilm aus dem Jahr 1984. Der Film begleitet eine britische Metal-Band namens Spinal Tap auf Tournee und nimmt dabei allerlei Verhaltensweisen und Klischees der Rockwelt, des Musikbusiness und des Rockstar-Lebens aufs Korn. Der Film hat trotz kleinen Anlaufschwierigkeiten längst Kultstatus. 

Wie es mit der Klage weitergeht, bleibt abzuwarten - Rob Reiner hat jedoch schon deutlich gemacht, nicht klein beizugeben: "Ich hoffe, dieser Prozess geht auf Lautstärke 11."