24.07.2017 | Specials Bekennende Kiffer und ihre Stoner-Songs

24.07.1967: Die Times druckt eine Petition ab, die für die Legalisierung von Marihuana wirbt. Auch mit ihren Unterschriften dabei: die Beatles und ihr Manager.

Dass die Beatles dem grünen Stoff nie abgeneigt waren, ist absolut kein Geheimnis mehr. Tatsächlich ging die Band zu jeder Zeit sehr offen mit ihrem Gras-Konsum um. Heute vor 50 Jahren setzten sie dem Ganzen die Krone auf. In der Londoner Times erschien eine Petition für die Legalisierung von Marihuana, unterschrieben von allen vier Beatles und dem Band-Manager Brian Epstein. 

Die Diskussion hält bis heute an. Ob legal, illegal oder scheißegal – Marihuana ist und bleibt in den meisten Ländern der Welt eine verbotene Substanz. Das hat aber vor allem die Stars nie davon abgehalten, sich dem grünen Kraut genüsslich zuzuwenden. Deswegen wollen wir euch drei bekennende Kiffer aus der Rockwelt vorstellen.

  • Mit Klassikern wie "Paranoid" oder "War Pigs" haben unsere ersten Reefer-Rocker bis Anfang 2017 die Bühnen dieser Welt unsicher gemacht. Ja es sind tatsächlich Black Sabbath. Die Jungs waren Jahre lang begeisterte Potheads und geben das auch in Interviews offen zu.

    Anders als viele Künstler verstecken Black Sabbath Anspielungen auf die Droge aber nicht in ihren Songs. Ganz im Gegenteil: mit dem Track "Sweet Leaf" fallen die Briten direkt mit der Türe ins Haus. Hier ist es Gitarrist Tony Iommi, der gleich zu Beginn des Tracks eine vermutlich "gefüllte" Lunge raushustet. Mit den Lyrics des Songs erklärt dann Ozzy Osbourne seine Liebe für das "süße Blatt" und fordert prompt zum Mitmachen auf: I love you sweet leaf though you can’t hear / Oh yeah! / Come on now, try it out!

  • K

  • Heute gilt er als einer der prominentesten Fürsprecher der Marihuana-Legalisierung in der Rockwelt – Heartland-Rock Legende Tom Petty. Der sagt zu dem Thema Folgendes: "Wir könnten mit dem Geld, das durch eine Pot-Steuer reinkäme, eine Menge vernünftige Sachen machen. Und die medizinischen Vorteile liegen eh auf der Hand." Dass er aber auch in seiner Freizeit gerne selbst zum guten Grün greift, zeigt ein Blick auf die Diskographie von Tom Petty und seinen Heartbreakers. In "You Don’t know How It Feels" stellt Tom zum Beispiel eine deutliche Anfrage: Let’s get to the point / Let’s roll another joint. Und mit "Mary Jane’s Last Dance", packt Petty einen Spitznamen für die Droge direkt in den Titel des Songs.

  • Von wegen Kiffen macht dumm! Denn zu guter Letzt haben wir noch einen ganz intellektuellen Kiffer für Euch. Der Mann hat immerhin einen Nobelpreis: Bob Dylan. Der vernebelt sich schon seit den 50er Jahren regelmäßig das Gehirn. Auch in seiner Musik behandelt der Sänger seine Liebe zum "Icky Sticky". In dem Song "Rainy Day Woman #12 and 35" findet Dylan klare Worte für seine Zuhörer: But I wouldn’t feel so alone / Everybody let’s get stoned.

    Der wacklige Sound des Tracks ist damals zustande gekommen, als Dylan bei einer stark verrauchten Recording-Session die fixe Idee hat, doch einfach die Instrumente durchzutauschen. Übrigens hat der Sänger angeblich auch Paul McCartney, seines Zeichens selbst langjähriger Konsument, mit dem grünen Kraut vertraut gemacht.