10.08.2020 | Specials Dancin' to the Jailhouse Rock: Diese Rocker spielten im Gefängnis

Einmal im Knast - oder zumindest in der Ausnüchterungszelle - gewesen zu sein, gehört für den gemeinen Rockstar ja zum guten Ton. Doch diese Künstler haben glatt ein ganzes Konzert dort gespielt.

  • Wenn der Zellenblock so leer ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Es gab einen Massenausbruch, oder die Insassen haben ein Rock-Konzert besucht. In diesen Fällen war Letzteres der Fall -->
  • Wir beginnen mit dem Künstler, der durch seine Gefängnis-Konzerte zur Legende geworden ist: Johnny Cash. Mit dem Folsom Prison und dem San Quentin suchte er sich dafür zwei der härtesten Gefängnisse der USA aus – Zeugen berichteten später, Cash hatte die Menge so sehr im Griff, dass er eine Revolution hätte starten können. Stattdessen bot er den Insassen einfach einen großartigen Auftritt und ein Vergessen des Gefängnis-Alltags.

    Wir beginnen mit dem Künstler, der durch seine Gefängnis-Konzerte zur Legende geworden ist: Johnny Cash. Mit dem Folsom Prison und dem San Quentin suchte er sich dafür zwei der härtesten Gefängnisse der USA aus – Zeugen berichteten später, Cash hatte die Menge so sehr im Griff, dass er eine Revolution hätte starten können. Stattdessen bot er den Insassen einfach einen großartigen Auftritt und ein Vergessen des Gefängnis-Alltags.

    Foto: J.T. Phillips / Universal
  • Knapp 35 Jahre später wurde das San Quentin Prison zum Thrash Metal-Pit. Diesmal standen Metallica auf der Bühne und rockten für die Gefangenen. James Hetfield meinte damals während des Sets: „Hier drin stecken viele Seelen – und ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich euch liebe, Leute.“ Im Musikvideo von „St. Anger“ sieht man Ausschnitte von Metallicas Aufenthalt dort.

    Knapp 35 Jahre später wurde das San Quentin Prison zum Thrash Metal-Pit. Diesmal standen Metallica auf der Bühne und rockten für die Gefangenen. James Hetfield meinte damals während des Sets: „Hier drin stecken viele Seelen – und ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich euch liebe, Leute.“ Im Musikvideo von „St. Anger“ sieht man Ausschnitte von Metallicas Aufenthalt dort.

    Foto: Anton Corbijn / Universal
  • 1976 spielte der große Bob Dylan eine unvergessliche Show im Rahmen seiner „Rolling Thunder Revue“-Tour. Schauplatz war das Frauengefängnis in Clinton, New Jersey. Mit auf der Bühne standen großartige Künstler/innen wie Joan Baez, Joni Mitchell, Allen Ginsberg, Roberta Flack und viele mehr. Baez meinte damals auf der Bühne: „Danke an diejenigen, die es uns so leicht machten hier reinzukommen. Ich wünschte, sie würden es euch so einfach machen, hier rauszukommen.“

    1976 spielte der große Bob Dylan eine unvergessliche Show im Rahmen seiner „Rolling Thunder Revue“-Tour. Schauplatz war das Frauengefängnis in Clinton, New Jersey. Mit auf der Bühne standen großartige Künstler/innen wie Joan Baez, Joni Mitchell, Allen Ginsberg, Roberta Flack und viele mehr. Baez meinte damals auf der Bühne: „Danke an diejenigen, die es uns so leicht machten hier reinzukommen. Ich wünschte, sie würden es euch so einfach machen, hier rauszukommen.“

    Foto: Ken Regan / Sony Music
  • Selbstverständlich, dass die Punk-Ikonen von den Sex Pistols ebenfalls eine Show in einem Gefängnis spielen – der Kampf gegen das System gehörte schließlich zum guten Ton. 1976 spielten Johnny Rotten und Co. im Chelmsford Hochsicherheits-Gefängnis. Eine Aufnahme der Show erschien 1990 auf CD.


	Foto: Koen Suyk - Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0 nl, Link

    Selbstverständlich, dass die Punk-Ikonen von den Sex Pistols ebenfalls eine Show in einem Gefängnis spielen – der Kampf gegen das System gehörte schließlich zum guten Ton. 1976 spielten Johnny Rotten und Co. im Chelmsford Hochsicherheits-Gefängnis. Eine Aufnahme der Show erschien 1990 auf CD.

    Foto: Koen Suyk - Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0 nl, Link

  • Auf den Spuren ihrer Idole wandeln auch Die Toten Hosen, die schon desöfteren Überraschungskonzerte in Strafanstalten gaben. So waren Campino und Co. bereits im Frauengefängnis Plötzensee, in der JVA Tegel sowie zu Weihnachten in der Düsseldorfer Strafanstalt Ulmer Höh zu Gast.

    Auf den Spuren ihrer Idole wandeln auch Die Toten Hosen, die schon desöfteren Überraschungskonzerte in Strafanstalten gaben. So waren Campino und Co. bereits im Frauengefängnis Plötzensee, in der JVA Tegel sowie zu Weihnachten in der Düsseldorfer Strafanstalt Ulmer Höh zu Gast.

    Foto: GABO
  • „Mir wurde erzählt, dass ein paar von euch Jungs nichts über den Blues wissen“, sagte der große 
	B.B. King 1972 zu seinem Publikum im Sing Sing-Gefängnis in der Nähe von New York. „Also bin ich gekommen, um ihn mit ein paar von euch zu teilen.“ Daraufhin legte der King of Blues Rock eine Performance hin, von denen seine Anhänger heute sagen, es war eine der besten seiner Karriere.
	Foto: Heinrich Klaffs -

    „Mir wurde erzählt, dass ein paar von euch Jungs nichts über den Blues wissen“, sagte der große B.B. King 1972 zu seinem Publikum im Sing Sing-Gefängnis in der Nähe von New York. „Also bin ich gekommen, um ihn mit ein paar von euch zu teilen.“ Daraufhin legte der King of Blues Rock eine Performance hin, von denen seine Anhänger heute sagen, es war eine der besten seiner Karriere.

    Foto: Heinrich Klaffs - CC BY-SA 2.0, Link

  • Und auch der King of Latin Rock begeisterte die Insassen des San Quentin-Gefängnisses. Carlos Santana performte 1988 Klassiker wie „Black Magic Woman“, „Brotherhood“ und „Deeper, Dig Deeper“.

    Und auch der King of Latin Rock begeisterte die Insassen des San Quentin-Gefängnisses. Carlos Santana performte 1988 Klassiker wie „Black Magic Woman“, „Brotherhood“ und „Deeper, Dig Deeper“.

    Foto: Roberto Finizio

Der 11. August 1934, 9:40 Uhr in der Bucht vor San Francisco. 137 Gefangene erreichen eine Insel, die für die nächsten Jahre ihr Aufenthalt wird: Alcatraz.

Vor 86 Jahren kam der erste Schwung an Insassen in das wohl legendärste Hochsicherheitsgefängnis der Welt. Auf einer Felsinsel im Meer gelegen, galt Alcatraz als absolut ausbruchssicher - dementsprechend wurden die größten Ganoven dorthin verfrachtet.

Der berühmte Mafia-Boss Al Capone, „Public Enemy“ Alvin Karpis und ein Herr namens Machine Gun Kelly – nicht zu verwechseln mit dem Musiker, der gerade eine Karriere im Punk Rock anstrebt.

Auch unsere Lieblings-Rocker haben Gefängnisse immer wieder fasziniert. Das Verlangen des Outlaws nach Freiheit, bot mächtig Stoff für einen guten Song. Manche Künstler gingen sogar noch einen Schritt weiter und performten eben diese Nummern direkt vor den Leuten, über die sie sie geschrieben haben: Im Gefängnis, vor den Insassen.

In unserer Bildergalerie erzählen wir euch von den rockenden Knast-Konzerten.

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