08.01.2016 | Welcome to Paradise City: Das Guns N' Roses Spezial auf ROCK ANTENNE One in a Million: Die Top 5 Musikvideos von Guns N' Roses

Guns N' Roses gibt es nur einmal - und auch ihre Musikvideos sind einmalig! Wir haben die fünf besten zusammengetragen, ergänzt von einem ROCK ANTENNE-Liebling!

Foto: Screenshot vevo.com

Regisseur Andy Morahan, der für gleich drei Musikvideos der Gunners zuständig war ("Don't Cry", "November Rain" und "Estranged"), sagte einst über diesen Job: "Es war wie Spinal Tap mit Geld. Ich wurde von Studenten öfter über die metaphorischen Bedeutungen in diesen Videos gefragt, und ich konnte nicht mehr sagen als 'Zum Teufel, wenn ich das wüsste'." 

Guns N' Roses-Videos sind etwas besonderes - zum einen erlebte die Band die Höhepunkte ihrer Karriere in den späten 80ern und frühen 90ern, als auf MTV noch Musikvideos liefen und ein solcher Clip quasi Pflicht für jede Single-Veröffentlichung vor allem bei Rockbands war. Zum anderen hatten die Gunners Axl Rose und Slash - zwei auf gut deutsch gesagt exzentrische Knallköpfe, dessen Ideen und kreatives Genie (und Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich nah beieinander) in der Musik genauso wie in der optischen Aufbereitung Meilensteine setzten. 

17 Videos haben Guns N' Roses produziert und dabei keine Kosten und Mühen gescheut, damit die Werke am Schluss so richtig krachen. Aus diesem Feuerwerk der 80er und 90er haben wir die besten fünf für Euch zusammengetragen - obendrauf gibt's noch dazu den Liebling unseres Metalmosers. 

Viel Spaß beim Durchklicken und in alten Zeiten schwelgen!

  • 5. "Patience" (1989)

    Die Gunners mal ganz ruhig mit einem pfeifenden Axl Rose. Im Mittelpunkt ein Hotel und ein Studio, das ein bisschen nach asiatischem Bordell aussieht. Da Drummer Steven Adler scheinbar musikalisch nicht allzu viel zu tun hat, sitzt er meistens gelangweilt da und wartet. Slash hat es da schon besser, denn in seinem Hotelzimmer wartet eine knapp bekleidete Dame. Und Slash? Der hat nur Augen für seine Schlange… Also das Haustier, versteht sich - aber seht selbst.

  • 4. "Welcome to the Jungle" (1987)

    Das erste Musik-Video von Guns N' Roses zeigt ein Konzert der Band, immer wieder sieht man Zwischenschnipsel, die meist von gewalttätigen Staatsdienern (Soldaten, Polizei) zeugen und gegen Ende einen Axl Rose auf dem elektronischen Stuhl. Nur einen kleinen Schönheitsfehler weist das Video auf. Man sieht Axl frontal, wie er auf der Bühne kniet und singt. Schnitt. Axl von hinten, plötzlich ohne Oberteil . ja so schnell kann's gehen.

  • 3. "Paradise City" (1988)

    Ein perfektes Video, das einem mal zeigt was die Band den ganzen lieben langen Tag treibt, bevor es am Abend auf die Bühne geht. Durch die Straßen ziehen, Sound-Checks, schlafen und dann eben dann während des Konzertes die Bühne rocken. Aufgenommen wurde das Video im ehemaligen Giants-Stadion in New York und während des tragischen Auftritts beim Monster of Rock-Festival auf der Burg Donington in England. Dort wurden während des Konzerts 1988 zwei Menschen zu Tode getrampelt.

  • 2. "Don't Cry" (1991)

    Wie viel kann einem Menschen in fünf Minuten Musik-Video passieren? Axl weiß es! Er wandert in angeranzten Klamotten durch einen Schneesturm, er kämpft mit seiner Freundin um einen Revolver, er liegt in seinem eigenen Grab und noch so einiges mehr. Der wohl legendärste Moment: Slash gewinnt einen Streit mit seiner Freundin, indem er einfach sein Auto über eine Klippe fährt – und am Schluss steht er triumphierend über dem Wrack, spielt noch kurz ein Solo und wirft die Gitarre dann einfach hinterher. 

  • 1. "Sweet Child o' Mine" (1987)

    Eines der besten Lieder der Gunners in einem Video, in der sich die ganze Band die Finger wund spielt und Axl sich die Seele aus dem Leib singt. Dabei stehen sie in einer alten Fabrikhalle und sind umgeben von den Freundinnen der Band. Ein grandioser Slash, dessen Gesicht man im ganzen Video kein einziges Mal sieht, da Hut und wilde Locken alles verdecken. Fun-Fact: Da Gitarrist Izzy Stradlin zu dieser Zeit keine Freundin hatte, brachte er übrigens seinen Hund mit – sieht auch ganz süß aus.

  • Metalmosers Geheimtipp: "Garden of Eden" (1992)

    Dieses Video hat etwas ganz besonderes – eine stehende Kamera und nur eine einzige Perspektive. Das Video lebt von den Bewegungen der Musiker und wirkt durch das Fischaugenobjektiv wie die Aufnahme einer Überwachungskamera. Aber der Song passt mit schnellem Punk-Rock zu den zappelnden Figuren. Einfach durchgeknallt! Auch lustig: Slash muss am Anfang des Videos von einem Roadie auf seinen Platz geschoben werden, da er sonst nicht zu sehen wäre. Und das wäre schade gewesen!