29.07.2020 | Specials Bring Me To Mars: Die 10 überirdischsten Space Rock Songs

Heute soll die Perseverance-Mission der NASA Richtung Mars starten - für den passenden abgespacten Sound, überirdische Texte und kühle Weltraum-Coolness sorgen wir mit den besten Space Rock-Songs!

Am Donnerstag, den 30. Juli um Punkt 13 Uhr unserer Zeit will die NASA einen nächsten Schritt machen bei der Erforschung des Weltraums. Dazu wird der Rover Perseverance Richtung Mars geschickt, wo er nach Anzeichen von Leben im All suchen soll und womöglich den Weg bereitet für eine Zukunft des Menschen auf dem Mars.

Ein Mars-Jahr soll Perseverance auf dem roten Planeten unterwegs sein - umgerechnet sind das 687 Tage auf der Erde. Da kann einem schon etwas langweilig werden. Doch wir haben da etwas, um sich bestens die Zeit zu vertreiben: ROCK! 

Zum Start der nächsten geschichtsträchtigen NASA-Mission gibt es hier die 10 besten Space Rock-Songs:
  • David Bowie – “Space Oddity”

    David Bowie sagte einst, er habe den Song geschrieben, nachdem er den Film “2001: A Space Odyssey” gesehen hatte. „Ich war ziemlich high und habe ihn mir mehrmals angesehen, und es war wie eine Offenbahrung für mich. Es hat den Song zum Laufen gebracht.“ Und wie: Die Geschichte von Major Tom war Bowies erster Top 20-Hit in den USA.

  • Deep Purple – „Space Truckin“

    Das Album Machine Head ist ohne Zweifel einer der Meilensteine der Metal-Geschichte. Obwohl „Smoke on the Water“ DER Überhit der Scheibe war, ist auch „Space Truckin‘“ einer der Grundbausteine der Live-Shows von Deep Purple – und da kann er dank Ian Paice’s sensationellen Drum-Solos schon auch mal 20 Minuten dauern. Im Song sind mehr galaktische Anspielungen als in „Big Bang Theory“ – und Captain Kirk William Shatner hat 2011 ein überirdisch schlechtes Cover abgeliefert. 

  • The Kinks – „Supersonic Rocket Ship“

    Wenn Ray Davis über sein “Supersonic Rocket Ship” singt, erwartet man damit an einem Hula-Planet vorbeizufliegen, auf dem Aliens in Baströckchen die Hüften schwingen (falls Aliens Hüften haben). Außerdem sind alle gleich und haben sich lieb: „On my supersonic rocket ship / Nobody has to be hip / Nobody needs to be out of sight / Nobody's gonna travel second class / There'll be equality”. Trotz dieser überirdisch positiven Message konnten die Kinks damit leider keine Hit in unserem Universum landen – aber Ray: You really got us!

  • The Police – „Walking on the Moon“

    Warum wohl viele Weltall-Songs einen deutlichen Reggae-Touch haben? Ob es damit zu tun hat, dass sich die entsprechenden Musiker dafür mit Rauschmitteln in höhere Sphären begeben (haben)? Sting sagt über „Walking on the Moon“, dass ihm der Song nach einer durchzechten Nacht in München eingefallen sei. „Ich war betrunken in einem Hotelzimmer, und dann kam mir dieses Riff in den Sinn. Ich bin aufgestanden und „walking round the room, walking round the room“-singend durchs Zimmer gelaufen. Und weil das so ein blöder Titel war, habe ich mir etwas noch dümmeres ausgedacht, und das war ‚Walking on the moon‘.“ Okay!

  • The Steve Miller Band – „Space Cowboy“

    Steve Miller hat im Laufe seiner Karriere verschiedene Alter Egos übernommen, u.a. den Gangster of Love – aber der mit Abstand coolste von allen ist der Space Cowboy! Die meisten kennen den Space Cowboy vermutlich von einer Anspielung im 73er-Hit „The Joker“, aber der Charakter ist schon vier Jahre zuvor mit dem Song „Space Cowboy“ in sein ultragalaktisches Rockraumschiff gestiegen und losgedüst in die unendlichen Weiten der Coolness. 

  • Pink Floyd – „Dark Side of the Moon“

    1967 lenkte Syd Barrett das Pink Floyd-Raumschiff gen Weltall und legte damit im Prinzip den Grundstein für das eigene Genre „Space Rock“. Futuristische Atmosphäre und spacige Klangfarben prägten den Floyd-Sound und so war ihr Space Rock-Ruf beim Album Dark Side of the Moon perfekt. Obwohl die Band darauf bestand, dass der Titel eine Anspielung auf eine Reise in den Wahnsinn, nicht ins Weltall sei, fand die Premiere von „Dark Side of the Moon“ im Londoner Planetarium statt. Damals war es eine Weltneuheit, unter der Kuppel mit den falschen Sternenbildern einer Rock-LP zu lauschen – aber die Idee ist so gut, dass sie sich durchgesetzt hat: Bis heute wird Sound von Pink Floyd für nächtliche Lasershows in vielen Planetarien genutzt. 

  • Hawkwind – „Master of the Universe“

    Hawkwind gilt weithin als eines der Zentren der Space-Rock-Galaxie. Mit rohen, hard rockenden Riffs, spacigen Synth-Effekten, elektrischem Gurgeln und Rauschen und ganz viel galaktischem Flow griffen sie in den 70ern den Post-psychedelischen Stoner-Vibe auf und verbanden das Ganze bis kosmischen Texten. Space Rock vom Feinsten! Die komplette Masters of the Universe-Scheibe ist ein einziger galaktischer Trip und der fast gleichnamige Song definitiv die Brücke des Raumschiffs. Es geht los mit „I am the centre of the universe“ – muss man noch mehr sagen?

  • Muse – “Supermassive Black Hole”

    Muse haben ohne Frage den Space Rock ins 21. Jahrhundert hinübergehoben. Sound-Experimente, haufenweise Elektronik und überirdische Live-Shows – und dazu noch einige Beleg-Beispiele: Bei der Arbeit an Black Holes and Revelations überlegte die Band eine Weile, ein Triple-Album daraus zu machen, mit dem Song-basierten Album in der Mitte und zwei Scheiben voller experimenteller Electronia- und Rockmusik als Sandwich drum herum. Matt Bellamy hat einmal von russischen Fans ein lebensgroßes Teleskop geschenkt bekommen. Und seine größte Angst ist, von einem Alien geschwängert zu werden und dann ein Alien auf die Welt zu bringen. 

  • Monster Magnet – Space Lord

    Dieser Song entstand, weil Frontmann Dave Wyndorf nach einer Knieverletzung Spott über sich ergehen lassen musste. „Ich hatte mein Knie verletzt und deshalb eine Auszeit, die ich in der Wohnung einer Domina in New Orleans verbrachte. Unser Plattenlabel schickte mir Presseberichte aus Europa und in Deutschland nannten sie mich ‚Space Lord‘. Die Domina sah das und machte sich darüber lustig, und fragte mich ‚Also du denkst, du seist der Space Lord?‘ Ich erwiderte, ‚Eines Tages, wenn ich wieder laufen kann, werde ich es dir heimzahlen und einen Song schreiben‘“. Und das hat er, der Space Lord, mother f*cker!

  • UFO – “Star Storm” 

    Eine Band, die sich schon UFO nennt – da ist doch alles klar! Bevor das deutsche Gitarrenmastermind Michael Schenker 1973 zur Band stieß, waren UFO eine astreine Space Rock-Band. Vor allem mit ihrer zweiten Scheibe UFO 2 Flying (Untertitel: One Hour Space Rock) aus dem Jahr 1971 lieferten die Briten eine psychedelische Sonderleistung ab, die einzigartig und herausfordernd gleichermaßen ist. Darauf zu hören sind zwei 20 Minuten-Plus-Nummern – eine davon ist „Star Storm“ mit vielen Echo-Soundeffekten und ätherisch-abgehobenen Klängen. Leider kam der frühe UFO-Sound nirgends an außer in Japan, wo UFO dann sogar ein Live-Album von der Tour 1971 veröffentlichten, unter dem galaktisch guten Titel UFO Lands in Tokyo.

Hier könnt ihr den Start der Perseverance verfolgen:

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