18.12.2018 | Specials Diese Rockstars verließen ihre Heimat: "And I'm Far Far Away"

Am 18. Dezember wird der Internationale Tag der Migranten gefeiert. Auch einige unserer Lieblings-Rockstars mussten einst ihre Heimat verlassen - aus unterschiedlichsten Gründen.

  • Angus und Malcolm Young - beide in Glasgow geboren - zogen 1963 mit ihrer Familie nach Sidney in Australien, weil ihr Vater in Schottland keine Arbeit mehr fand, um seine Großfamilie zu ernähren (acht Kinder!). In Sidney lebt Angus noch heute, neben seinem Zweitsitz in den Niederlanden. Ein Doppelmigrant also!

    Angus und Malcolm Young - beide in Glasgow geboren - zogen 1963 mit ihrer Familie nach Sidney in Australien, weil ihr Vater in Schottland keine Arbeit mehr fand, um seine Großfamilie zu ernähren (acht Kinder!). In Sidney lebt Angus noch heute, neben seinem Zweitsitz in den Niederlanden. Ein Doppelmigrant also!

    Foto: ATCO Records
  • Gene Simmons - heute bekannt als längste Zunge der Rock-Welt - war ein Kind von ungarischen Flüchtlingen, die vor dem faschistischen Regime ihrer Heimat flohen. 1949 kam er in Haifa in Israel zur Welt. Doch nach der Scheidung seiner Eltern folgte er seiner Mutter nach New York, wo er später eine der legendärsten Hard Rock-Bands aller Zeiten gründen sollte: KISS!

    Gene Simmons - heute bekannt als längste Zunge der Rock-Welt - war ein Kind von ungarischen Flüchtlingen, die vor dem faschistischen Regime ihrer Heimat flohen. 1949 kam er in Haifa in Israel zur Welt. Doch nach der Scheidung seiner Eltern folgte er seiner Mutter nach New York, wo er später eine der legendärsten Hard Rock-Bands aller Zeiten gründen sollte: KISS!

    Foto: Universal Music
  • Rockröhre Tina Turner wuchs in den Staaten auf und lebte dort bis in die 90er Jahre. Als sie aber mit dem deutschen Musikmanager Erwin Bach zusammenkam, zog sie erst nach Köln, seit 1994 leben beide in der Schweiz. 2013 bekam sie auch offiziell die Schweizer Staatsbürgerschaft.

    Rockröhre Tina Turner wuchs in den Staaten auf und lebte dort bis in die 90er Jahre. Als sie aber mit dem deutschen Musikmanager Erwin Bach zusammenkam, zog sie erst nach Köln, seit 1994 leben beide in der Schweiz. 2013 bekam sie auch offiziell die Schweizer Staatsbürgerschaft.

    Foto: Peter Lindbergh
  • Auch Freddie Mercury ist kein gebürtiger Engländer. Sein Geburtsname lautete nämlich Farrokh Bulsara und er wuchs in Sansibar, dem heutigen Tansania auf. Als es 1964 zu einer Revolte gegen den damaligen Sultan von Sansibar kam, flüchtete er mit seiner Familie nach London. Und wen er da kennen lernte wissen wir ja alle.

    Auch Freddie Mercury ist kein gebürtiger Engländer. Sein Geburtsname lautete nämlich Farrokh Bulsara und er wuchs in Sansibar, dem heutigen Tansania auf. Als es 1964 zu einer Revolte gegen den damaligen Sultan von Sansibar kam, flüchtete er mit seiner Familie nach London. Und wen er da kennen lernte wissen wir ja alle.

    Foto: Universal Music
  • Dass jemand der Carlos Santana heißt und Latin Rock spielt irgendwie aus der Lateinamerikanischen Ecke kommen muss, liegt nahe. Der Gitarrengott aus Mexiko folgte seiner Familie 1961 nach San Francisco. Dort begann er, in Stripclubs seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Erst 1965 wurde Santana US-amerikanischer Staatsbürger. 

    Dass jemand der Carlos Santana heißt und Latin Rock spielt irgendwie aus der Lateinamerikanischen Ecke kommen muss, liegt nahe. Der Gitarrengott aus Mexiko folgte seiner Familie 1961 nach San Francisco. Dort begann er, in Stripclubs seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Erst 1965 wurde Santana US-amerikanischer Staatsbürger. 

    Foto: Sony Music
  • Musikergenie Manfred Mann wurde in Johannesburg, Südafrika geboren. Von dort wanderte er 1961 mit einem Schulfreund nach England aus, weil er das Apartheid-Regime ablehnte. 

    Musikergenie Manfred Mann wurde in Johannesburg, Südafrika geboren. Von dort wanderte er 1961 mit einem Schulfreund nach England aus, weil er das Apartheid-Regime ablehnte. 

    Foto: JKO Artworx Shooter Promotions GmbH
  • David Bowie war gefühlt auf der ganzen Welt zuhause. In den 70ern lebte er einige Jahre in West-Berlin, danach ging er in die Schweiz und in den 90ern heiratete er und zog nach New York. Seine Heimat aber war das englische Brixton.

    David Bowie war gefühlt auf der ganzen Welt zuhause. In den 70ern lebte er einige Jahre in West-Berlin, danach ging er in die Schweiz und in den 90ern heiratete er und zog nach New York. Seine Heimat aber war das englische Brixton.

    Foto: Jimmy King / Sony Music
  • Noch zwei Brüder mit Migrationshintergrund sind Eddie und Alex van Halen. Mit ihren Eltern zogen die beiden 1962 aus den Niederlanden in die USA, wo sie ihre Band Van Halen gründeten und eine Bilderbuchkarriere hinlegten. 

    Noch zwei Brüder mit Migrationshintergrund sind Eddie und Alex van Halen. Mit ihren Eltern zogen die beiden 1962 aus den Niederlanden in die USA, wo sie ihre Band Van Halen gründeten und eine Bilderbuchkarriere hinlegten. 

    Foto: Kevin Westenberg / Warner Music Group
  • Beatles-Legende John Lennon wagte 1971 mit seiner Frau Yoko Ono den Sprung über den großen Teich. Von England ging es nach New York. Seine Arbeitserlaubnis, die Green Card, bekam er aber erst 5 Jahre später. 

    Beatles-Legende John Lennon wagte 1971 mit seiner Frau Yoko Ono den Sprung über den großen Teich. Von England ging es nach New York. Seine Arbeitserlaubnis, die Green Card, bekam er aber erst 5 Jahre später. 

    Foto: Universal Music
  • 1956 floh die jüdische Familie von Ramones-Drummer Tommy Ramone aus Ungarn über Österreich in die USA. Grund war der Einmarsch sowjetischer Truppen in seiner Heimat und der zunehmende Antisemitismus.

    1956 floh die jüdische Familie von Ramones-Drummer Tommy Ramone aus Ungarn über Österreich in die USA. Grund war der Einmarsch sowjetischer Truppen in seiner Heimat und der zunehmende Antisemitismus.

    Foto: Warner Music Group
  • Slash wuchs zuerst in England auf, bevor im Alter von 11 Jahren mit seiner Mutter nach Beverly Hills in die USA zog. Sein Vater war Engländer, seine Mutter Afro-Amerikanerin. In den USA mischte er dann die Rockszene mit Axl, Duff und Co gehörig auf. 

    Slash wuchs zuerst in England auf, bevor im Alter von 11 Jahren mit seiner Mutter nach Beverly Hills in die USA zog. Sein Vater war Engländer, seine Mutter Afro-Amerikanerin. In den USA mischte er dann die Rockszene mit Axl, Duff und Co gehörig auf. 

    Foto: laut.de
  • Bob Geldof lebt zwar in England, ist aber gebürtiger Ire. Die Hafenstadt Dún Laoghaire ist sein Heimatort. Wegen seiner irischen Herkunft wurde er auch 1986 nicht in den Ritterstand berufen, sondern "nur" zum Knight Commander ernannt. 

    Bob Geldof lebt zwar in England, ist aber gebürtiger Ire. Die Hafenstadt Dún Laoghaire ist sein Heimatort. Wegen seiner irischen Herkunft wurde er auch 1986 nicht in den Ritterstand berufen, sondern "nur" zum Knight Commander ernannt. 

    Foto: Cynthia Geyer / Universal Music
  • Dass gleich eine ganze Band auswandert, ist auch was Besonderes. So geschehen bei Seether, die ursprünglich aus Südafrika kommen. Nach Veröffentlichung ihres ersten Albums zogen alle Bandmitglieder in die USA, wo auch ihr neues Label Wind-Up Records ansässig war.

    Dass gleich eine ganze Band auswandert, ist auch was Besonderes. So geschehen bei Seether, die ursprünglich aus Südafrika kommen. Nach Veröffentlichung ihres ersten Albums zogen alle Bandmitglieder in die USA, wo auch ihr neues Label Wind-Up Records ansässig war.

    Foto: Marina Chavez
  • Eine unschöne Odyssee hat auch Steppenwolf-Frontmann John Kay als Kind erlebt. Kurz nach seiner Geburt floh seine Mutter vor der anrückenden sowjetischen Armee aus Ostpreußen nach Thüringen - 1948 floh sie erneut aus der Besatzungszone nach Hannover. 1958 ging es von dort aus nach Toronto in Kanada, von dort aus verschlug es ihn nach Buffalo in die USA.

    Eine unschöne Odyssee hat auch Steppenwolf-Frontmann John Kay als Kind erlebt. Kurz nach seiner Geburt floh seine Mutter vor der anrückenden sowjetischen Armee aus Ostpreußen nach Thüringen - 1948 floh sie erneut aus der Besatzungszone nach Hannover. 1958 ging es von dort aus nach Toronto in Kanada, von dort aus verschlug es ihn nach Buffalo in die USA.

Migration ist ein Thema, das relevanter ist denn je. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung lebten 2017 258 Millionen Menschen in einem Staat, in dem sie nicht geboren wurden. Weil sie sich woanders ein besseres Leben aufbauen wollten oder weil sie zu einer Flucht gezwungen waren.

Den 18. Dezember hat die UN zum internationalen Tag der Migranten ausgerufen, um auf die Rechte von Migranten und ihren Familienangehörigen aufmerksam zu machen und auf die Vorteile und Möglichkeiten von Migration hinzuweisen. Im Jahr 2018 steht der Tag unter dem Motto "Würde".

Auch einige unserer Lieblings-Rockstars haben ihre Heimat verlassn, die Gründe: sehr unterschiedlich! Manche mussten aufgrund politischer Umstände fliehen oder aus wirtschaftlicher Not, andere haben im neuen Land ihre große Liebe gefunden. Von AC/DC bis zu den Ramones, von Gene Simmons bis zu Slash: Wir erzählen euch ihre Geschichten in unserer Bildergalerie.