Adam Green

Adam M. Green (* 28. Mai 1981 in Mount Kisco, New York) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter, Dichter und Filmemacher. Er ist Mitglied der Band The Moldy Peaches und startete 2002 zusätzlich seine Solokarriere.

Leben

Adam Green ist ein Urenkel von Felice Bauer, der Verlobten von Franz Kafka. Er stammt aus einer Arztfamilie, sein Vater war zeitweise Neurologe an der Columbia University. Bis zum Eintritt in die High School wurde Green zu Hause unterrichtet.

Green erreichte zunächst nur eine kleine Fangemeinde. Mitte der 2000er Jahre schaffte er in Europa einen Durchbruch. Unter seinen bekanntesten Liedern sind die Single-Auskopplungen Jessica, Friends of Mine, Dance with me und Emily. 2005 erschien sein drittes Soloalbum Gemstones, das in Deutschland in die Charts kam und Green Auftritte bei Harald Schmidt sowie TV total verschaffte. Für Gemstones erhielt Green eine goldene Schallplatte für den Verkauf von 100.000 Alben, außerdem wurde er 2005 für den Echo in der Kategorie Newcomer des Jahres international nominiert. In den USA ist Adam Green, im Gegensatz zu Deutschland und anderen europäischen Ländern, nicht so populär.

2005 wurde Greens Gedichtband Magazine beim deutschen Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Das Buch enthält die englischen Originaltexte sowie eine deutsche Übersetzung des Autors und Musikers Thomas Meinecke. 2006 erschien sein Album Jacket Full Of Danger, 2008 Sixes and Sevens. 2010 erschien Minor Love, welches sich musikalisch wieder mehr an den frühen Alben orientiert, insgesamt aber eher melancholische Züge trägt.

Die Musik von Adam Green wird zusammen mit der von Kimya Dawson als Haupteinfluss auf die Musikrichtung des Anti-Folk angesehen. Seine Musik gilt als beeinflusst von Bob Dylan, Lou Reed, Scott Walker und Leonard Cohen.

Anfang 2008 wurde der Song Anyone Else But You von Greens Band Moldy Peaches für den Independent-Film Juno verwendet und machte die Band bekannt. Adam Green und Kimya Dawson traten bei der Filmpremiere und in der TV-Show von Whoopie Goldberg gemeinsam auf.

Für das das Bühnenstück Timbuktu nach dem gleichnamigen Roman von Paul Auster komponierte Green einen Soundtrack.

2013 veröffentlichte er mit der US–Sängerin und Multiinstrumentalistin Binki Shapiro das Album Adam Green & Binki Shapiro. 2016 erschien Greens Soloalbum Aladdin. Zugleich entstand der Film Adam Green’s Aladdin. Greens neuntes Album Engine of Paradise erschien 2019.

Green heiratete 2008 die Fotografin und Musikerin Loribeth Capella. Die Ehe wurde nach weniger als einem Jahr geschieden. Stand 2016 ist er zum zweiten Mal verheiratet. Er ist Vater eines Kindes.

Quelle: Wikipedia.org