Fury in the Slaughterhouse

Fury in the Slaughterhouse ist eine von 1986 bis 2008 und erneut seit 2017 bestehende Rockband aus Hannover, die auch international Erfolge verzeichnen konnte.

Bandgeschichte

Im Dezember 1986 gründeten die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder zusammen mit Rainer Schumann, Christof Stein-Schneider und Hannes Schäfer in Hannover die Band Fury in the Slaughterhouse. Der Bandname bedeutet Aufruhr im Schlachthof, bezieht sich jedoch nach einer anderen Quelle auf die US-Kinderserie aus den 1950er Jahren um ein Pferd namens Fury, die Mitte der 1980er Jahre im deutschen Fernsehen gezeigt worden war. Nach Protesten dementierten später einige Bandmitglieder in Interviews diesen Zusammenhang, während immer mehr Fans den Bandnamen auf Fury reduzierten. Fury in the Slaughterhouse sollte eine reine Rockband sein, die sich deutlich von der damals ausklingenden Neuen Deutschen Welle unterschied, daher wurden alle Liedtexte in englischer Sprache verfasst. Bereits 1988 spielte die Band ausverkaufte Konzerte und ihre ersten Alben schafften es unter die Top 50 der Albumcharts.

1992 gründeten ihre Plattenfirma SPV und die BMG Ariola das Musiklabel Slaughterhouse Music. Die Band wagte sich nun auch live in den europäischen sowie anglo-amerikanischen Raum, wo sie 1993 mit den Hits Radio Orchid und Every Generation Got Its Own Disease und dem Album Mono ihren Durchbruch schaffte. Seitdem brachte die Band in regelmäßigen Abständen etwa alle zwei Jahre ein neues Album auf den Markt, konnte aber nie mehr an den Erfolg von Mono anknüpfen.

1996 wurde der Bassist Hannes Schäfer durch Christian Decker ersetzt. 2005 gründete die Band das Plattenlabel Kick It Out. Hier wurden sämtliche Alben in einer überarbeiteten Version mit teilweise bisher unveröffentlichten Zusatztracks neu publiziert. 2006 trug sich die Band in das Goldene Buch der Stadt Hannover ein.

Von März bis zur angekündigten Auflösung Ende August 2008 fand eine Abschiedstournee durch Deutschland statt. Alle Konzerte wurden aufgezeichnet und konnten direkt im Anschluss an das Konzert auf USB-Sticks erworben werden. Der Auftritt in Hannover wurde zudem als Doppel-DVD (Regie: Marc Schütrumpf) und auf CD unter dem Namen Farewell & Goodbye veröffentlicht.

2011 kam die Band nochmal zusammen und spielte nach einem Heimspiel von Hannover 96 ihren Hit Won't forget these days im Stadion.

Fury in the Slaughterhouse verkauften über vier Millionen Alben und spielte weltweit auf mehr als 1000 Konzerten und Festivals.

Am 8. Juni 2013 trat die Band (mit Gästen) unter dem Motto Eine Stadt – eine Band – ein Konzert in Hannover (Expo-Plaza/Messe) auf; 25.000 Besucher sahen das Konzert.

Am 10., 11. und 12. März 2017 kam es zum 30-jährigen Bandjubiläum zu drei Reunion-Konzerten in der TUI-Arena in Hannover. Erstmals seit der Auflösung im Jahre 2008 hatte Fury ein neues Lied („30 (It's not easy)“) aufgenommen, das am 10. März 2017 bei radio ffn präsentiert und bei diesen Konzerten als Opener gespielt wurde. Aufgrund des erfolgreichen Vorverkaufs dieser drei Konzerte entschied sich die Band, weitere Konzerte in Deutschland zu spielen. Laut Website der Band war dies jedoch nicht der Beginn einer Reunion, sondern lediglich eine Respektsbezeugung an die Fans. Die Band setzte in der Folgezeit ihre Auftritte fort, musste jedoch im Frühjahr 2020 ihre Tourneetermine wegen der Covid-19-Pandemie absagen. In Hannover spielten sie jedoch am 14. und 15. Mai 2020 zwei Konzerte auf dem Schützenplatz vor jeweils rund 2000 in ihren Autos sitzenden Zuschauern im Rahmen der so genannten Autokultur-Reihe.

Quelle: Wikipedia.org