New Model Army

Die New Model Army war die Parlamentsarmee während des Englischen Bürgerkriegs, die seit Anfang 1645 einsatzbereit war. Oberbefehlshaber war zunächst Thomas Fairfax, während Oliver Cromwell die Reiterei, die „Ironsides“, kommandierte. Die Armee war entscheidend für den für das Parlament siegreichen Ausgang des Bürgerkriegs und setzte anschließend gegen die Parlamentsmehrheit die Hinrichtung des Königs durch. Dabei trat zunehmend Cromwell als führender Mann in den Vordergrund. Ab 1650 war er Oberbefehlshaber; gestützt auf die Armee regierte er von 1653 bis zu seinem Tod England, Schottland und Irland als Lordprotektor. Die Armee wurde nach der Restauration der Monarchie 1660 aufgelöst.

Geschichte

Aufstellung des Heeres

Nachdem der Kriegsverlauf zunächst die für König Karl I. kämpfenden Truppen begünstigt hatte, beschloss das Parlament auf Betreiben Cromwells die Aufstellung eines neu organisierten Heeres. Dabei wurde nicht nur Wert auf eine zeitgemäße Ausrüstung und Taktik gelegt, sondern auch darauf, dass Offiziersstellen nicht nach sozialer Herkunft, sondern nach Befähigung vergeben wurden. Deshalb wurde das neue Heer als New Model Army, Armee nach neuem Muster, bezeichnet. Die Aufstellung begann im Winter 1644 und war im Februar 1645 größtenteils abgeschlossen.

Bürgerkrieg

→ siehe Hauptartikel Englischer Bürgerkrieg

Rückeroberung Irlands

→ siehe Hauptartikel Rückeroberung Irlands

Englisch-Niederländischer Krieg

→ siehe Hauptartikel Englisch-Niederländischer Krieg (1652–1654)

Wichtige Schlachten

Ihren ersten wichtigen Sieg erkämpfte die New Model Army am 14. Juni 1645 in der Schlacht bei Naseby. Auch die Schlacht von Preston (1648) wurde von der New Model Army gewonnen. An dem Feldzug Cromwells gegen Irland, der 1649 begann, war die New Model Army ebenfalls beteiligt. Viele ihrer Soldaten ließen sich dort nach dem Ende der Kämpfe vor allem in Ulster nieder. Da es zu großen Problemen bei der Soldauszahlung kam, erhielten viele Soldaten als Ausgleich ein Grundstück auf irischem Boden.

Quelle: Wikipedia.org