09.06.2020 | Metal News Das Metal News-Update am 09.06.2020

Die neuen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung verbieten Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August. Aktuelle Meldungen zu Festivals und Konzerten findet ihr hier.

Die Metal News des Tages:

System of a Down müssen ihr Berlin-Konzert absagen, Rob Halford ermutigt homosexuelle Metalheads und Abbath kann sich eine Immortal-Reunion vorstellen. Das und mehr erfahrt ihr im ROCK ANTENNE Metal News Update!

Mit einem Klick zur Band: SYSTEM OF A DOWNJUDAS PRIESTANTHRAXABBATH

System of a Down: Berlin-Konzert wird nicht nachgeholt

Traurige Nachrichten für Metal-Fans in der Rock City Berlin. Neben ihren Shows bei den Zwillings-Festivals Rock im Park und Rock am Ring, hätten System of a Down am Montag auch in der Hauptstadt spielen sollen – doch nun wurde das Konzert ersatzlos gestrichen.

„Trotz intensiver Bemühungen seitens Band und Veranstalter konnte kein neuer Termin gefunden werden“, teilt Veranstalter Live Nation über seine Social Media-Kanäle mit. Informationen zur Ticket-Rückerstattung sollen bald folgen.

Etwas mehr Glück haben SOAD-Fans in der Schweiz. Das Konzert, das am 19. Juni im Züricher Hallenstadion hätte stattfinden sollen, wird am 08. Juni 2021 nachgeholt. Alle bereits erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Judas Priest: Rob Halford ermutigt Metalheads zum Coming Out

Foto: Mark Weiss / Sony Music

Judas Priest-Frontmann hat in einem neuen Interview mit dem Rolling Stone über die Bekanntgabe seiner Homosexualität im Jahr 1998 gesprochen.

„Ich habe gelernt, dass man sich aus diesem Käfig lassen muss und dass du dein Leben nicht für andere Menschen leben kannst“, so der Sänger.

Auf die Frage, was er homosexuellen Metal-Fans rät, die sich in der Szene nicht trauen, zu ihrer Sexualität zu stehen, sagte er: „Du musst dich nicht so alleine fühlen wie ich damals. Heute hat man allerhand Anlaufstellen, die dir helfen können dich zu dieser Entscheidung hinzusteuern.“

Doch auch er habe noch Freunde, die sich lieber hinter einer Fassade verstecken. Doch Halford sagt: „Schwule und lesbische Metalheads, kommt einach und lasst uns zusammen feiern. Habt eine gute Zeit und habt keine Angst!“

Vor 30 Jahren haben Anthrax mit ihrem fünften Longplayer Persistence of Time einen Meilenstein der Thrash Metal-Geschichte hingelegt.

Dieses Jubiläum soll natürlich anständig gefeiert werden – dafür haben Joey Belladonna und Co. eine große Deluxe-Ausgabe in CD- und Vinyl-Edition angekündigt.

Und das ist noch nicht alles: Zum CD-Set gesellt sich eine DVD, die aus Filmaufnahmen der gemeinsamen 1991er-Tour mit Iron Maiden. Außerdem werdet ihr „Teile von Songs hören, die es nie auf das fertige Album geschafft haben, oder andere Arrangements“, verspricht Drummer Charlie Benante.

Am 21. August kommt das Sammlerstück in die Läden – hier könnt ihr euch ein Exemplar vorbestellen.

Foto: Nuclear Blast

Abbath: Abstinenz und Immortal-Reunion?

Foto: Season of Mist

Lange hat man nichts gutes von Olve Eikemo – besser bekannt als Abbath gehört. Alkohol-Eskapaden, abgebrochene Konzerte und Streitereien mit Bandkollegen, weil dieser die Musik nicht lauter drehen wollte.

Doch wie es aussieht, hat sich die norwegische Death Metal-Ikone gefangen. Angesprochen auf die nach zwei Songs abgebrochene Show in Buenos Aires letzten Herbst erinnert er sich im Interview mit dem Dagbladet Magasinet:

„Nach dem Konzert habe ich den Backstage-Bereich verwüstet. Spiegel, Stühle, Flaschen, Tische... aber am meisten habe ich mich selbst verwüstet. Als ich am nächsten Morgen aufwachte wusste ich, dass ich mir Hilfe holen muss.“

Daheim in Norwegen angekommen, holte er sich diese. Er ging zu den Anonymen Alkoholikern und trieb viel Sport – nun muss er stark bleiben, um trocken zu bleiben. „Ich bin überzeugt, dass ich das schaffen kann. Ich habe viel zu verlieren“, so Abbath.

Aus der Trockenheit könne sogar eine Reunion seiner alten Band Immortal resultieren. „Ich habe eine SMS von Horgh (Immortal-Drummer, Anm. d. Red.) bekommen, in der er sagt, dass es toll ist, dass ich nüchtern bin.“ Demnach sei Abbath durchaus offen für einen neuen Anlauf, würde sich aber wünschen davor reinen Tisch zu machen.