10.08.2021 | Lifestyle Denn du bist, was du isst: Langweilig war gestern - extravagant ist angesagt!

Die Essgewohnheiten verändern sich - das merkt man auch in Deutschland. Hier zeigen wir euch heiße Trends, geben euch Geheimtipps und verraten euch, wofür ihr womöglich schon bald ein bisschen Überwindung braucht - wovor ihr euch aber nicht fürchten müsst!

Foto: Jannis Brandt on Unsplash

Schnitzel mit Pommes, Ketchup und ein grüner Salat? Fehlanzeige! Der moderne Mensch von heute isst anders. Wer den ultimativen Kick sucht, nimmt etwas zu sich, was vor wenigen Jahrzehnten noch tabu war. Oder er greift auf Speisen mit innovativen Inhaltsstoffen zurück, die ein Plus an Wohlbefinden und Gesundheit bieten. Derzeit liegt zum Beispiel das Superfood voll im Trend. Enthalten sind oft exotische Zutaten wie Chia-Samen, Spirulina und Aronia-Beeren, aber auch Heimisches wie Birkenwasser.

Die große, schillernde Welt des Fashionfood

Extrazusätze, raffinierte Rezepturen - darauf fährt auch die Rock-Community ab! Wir bieten mit der Whiskey-Kreation von Karls Erdbeerhof die wohl härteste Marmelade der Rock-Republik. Und die schmeckt alles andere als langweilig. Darüber hinaus gibt es Substanzen, die nicht so sehr den Geschmack, jedoch das Befinden beeinflussen. Viele davon sind zwar weniger abgefahren als unsere Whiskey-Marmelade, aber dennoch eine Bereicherung des modernen Speiseplans. Bislang noch nicht in aller Munde, aber immer populärer ist das CBD-Öl.

Diese Substanz stammt wie das Marihuana und Cannabis aus der Hanfpflanze. Im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei nicht um eine Neuentwicklung, sondern um eine Wiederentdeckung, denn die gesundheitsfördernde Kraft des Hanfs ist seit vielen Tausend Jahren bekannt. Es gibt Menschen, die regelmäßig ein paar Tropfen CBD-Öl pur auf der Zunge zergehen lassen, um damit einen gesunden Schlaf zu fördern oder ihre Nerven zu beruhigen. Anders als Marihuana ist CBD frei verkäuflich auch in Deutschland zu bekommen, denn es besitzt kein Suchtpotenzial und erzeugt auch keinen Rausch. Das cannabidiolhaltige Öl aus der Hanfpflanze gibt es längst nicht mehr nur zur direkten Einnahme, sondern auch als außergewöhnliche Zutat in speziellen Gummibärchen und Schokolade. Selbst in vielen Pflegemitteln ist CBD mittlerweile enthalten, zum Beispiel in Shampoo oder Badekugeln, in Mundspray und Sport-Gel.

Gesund, lecker, aber gewöhnungsbedürftig

Es kostet sicherlich nicht viel Überwindung, ein paar CBD-Tropfen auf der Zunge zergehen zu lassen oder von der Whiskey-Marmelade und den Hanf-Fruchtgummis zu naschen. Es gibt aber auch kulinarische Modeerscheinungen, die dem Probierenden so einiges abverlangen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem saftigen Insektenburger? Auch mit Zartbitterschokolade überzogene Mehlwürmer strotzen vor Protein. 

Neu ist es nicht, Insekten zu verzehren, denn in vielen Ländern ist das seit eh und je so üblich. Gegen einen leckeren Insektensnack hat sogar die Verbraucherzentrale nichts einzuwenden. Und letztendlich ist es ja auch ganz normal, Hummer, Krabben und Krebse zu verzehren, obwohl all diese Krustentiere ebenfalls mit einem Chitinpanzer und langen Fühlern ausgestattet sind. Speiseinsekten wie Mehlwürmer und Heuschrecken sind an und für sich auch nichts anderes. 

Der Grund, weshalb sich viele Menschen davor ekeln, Insekten zu verspeisen, liegt schlicht und einfach an der mangelnden Gewohnheit. In Deutschland sind Mehlwürmer offiziell als Lebensmittel anerkannt. Zu den beliebten Delikatessen gehören auch Buffalowürmer, Grillen und Heuschrecken. Insekten versorgen uns mit besonders viel Energie. Im Schnitt liegt der Energiegehalt pro 100 Gramm Trockenmasse bei etwa 460 Kalorien. Insekten lassen sich zudem vielfältig verwenden. Zu Mehl zermahlen sind sie eine leckere Grundlage für die Herstellung von Nudeln und Brot. Neben Grillen, Heuschrecken und Co. gibt es weitere Lebensmittel, die nicht jeder Mensch sofort ohne Zögern essen würde. Zu den isländischen Spezialitäten gehört zum Beispiel Hákarl. Dabei handelt es sich um vergammelten Grönlandhai. Beim Verzehr schmeckt er nach Ammoniak und riecht stark verfault - eine echte Mutprobe eben, aber keinesfalls ungesund.