03.07.2020 | Crossover E-Zigaretten, die neue Lust am Dampfen

Elektronische Zigaretten sind voll im Trend. Warum die neuen Dampfgeräte so beliebt sind und wie eine E-Zigarette eigentlich funktioniert, zeigen wir euch hier.

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Warum die neuen Dampfgeräte so beliebt sind und immer öfter die Zigaretten ersetzen

Mittlerweile gehören sie zum Stadtbild, jeder hat sich an ihren Anblick gewöhnt: die E-Zigaretten oder auch "Dampfen". Sie verdampfen flüssige Liquids, anstatt Tabak mit all seinen Zusatzstoffen zu verbrennen. Was ins Auge fällt: Sie erzeugen manchmal richtig große Dampfwolken, die angenehm nach Früchten oder anderen Aromen duften. Wer dampft, erzeugt keinen Müll, denn er muss keine Kippe ausdrücken und wegwerfen, sondern er packt seine „Dampfe“ nach dem Gebrauch einfach wieder in die Tasche. Immer mehr Nutzer schwören darauf und berichten, dadurch von den vielerorts geächteten Zigaretten losgekommen zu sein. Andererseits wird davor gewarnt, dass es sich um eine Einstiegsdroge handelt, von der Jugendliche unbedingt die Finger lassen sollen. Was stimmt den nun?

Genuss statt Sucht

Warum auch immer man irgendwann mit dem Rauchen von Zigaretten begonnen hatte – vielleicht um cool und erwachsen zu wirken oder um seine Freunde zu beeindrucken – schnell ist der Zeitpunkt erreicht, an dem man nur noch zur Zigarette greift, um seine Sucht zu stillen. Wer nicht rauchen kann, erlebt regelrechte Entzugserscheinungen, bekommt Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, wird unleidlich. Man muss also rauchen, um diesen unangenehmen Empfindungen zu entgehen.

Beim Dampfen ist das jedoch ganz anders. Die vielen verschiedenen Geschmäcker der Liquids und die Möglichkeit, ohne die Ächtung, die Zigaretten heute vielerorts erfahren, dampfen zu können, führt zu einem entspannten Erlebnis voller Genuss. Zwar ist in Innenräumen, in denen ein Rauchverbot herrscht, in der Regel auch das Dampfen nicht erlaubt, doch es gibt immer wieder Ausnahmen. Zudem ist man auch draußen viel freier, denn man hat keine lästige Asche und muss vor allem keine Kippe entsorgen, von der man weiß, dass sie eine große Belastung für die Umwelt darstellt.

Generell führt das Rauchen zu einer Menge Problemen. Erkrankungen der Atemwege, Krebs, Entzündungen im Mundraum und vieles mehr. Nun behauptet niemand, dass Dampfen sei völlig ohne jedes gesundheitliche Risiko! Darum sollten auch Jugendliche am besten die Finger davonlassen. Wer jedoch bei einem vertrauenswürdigen Anbieter wie etwa Dampfalarm seine E-Zigarette und Liquids einkauft, kann sein gesundheitliches Risiko minimieren, vor allem im Vergleich zu Zigaretten, die Tausende verschiedener Stoffe enthalten.

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Wie funktioniert eine E-Zigarette eigentlich?

Eine Dampfe besteht aus vier Teilen: einem Akku, einem elektrischen Vernebler, einem Mundstück und einem Tank für die Flüssigkeit. Die verwendeten Flüssigkeiten bestehen wiederum aus einem Mittel, das vernebelt werden kann (Propylenglykol oder Glyzerin), Wasser, Ethanol, Aromen und eventuell Nikotin.

Meistens muss der Nutzer einen Knopf an seiner Dampfe drücken und aktiviert dadurch die kleine Heizspirale in seinem Vernebler. Gleichzeitig zieht er wie bei einer Zigarette am Mundstück die Luft ein. Die Flüssigkeit wird durch die Hitze verdampft, die allerdings sehr viel niedriger ist als beim Verbrennen von Tabak. Dieser braucht meist mehrere Hundert Grad, während Liquids bei rund 150 Grad verdampfen. Dabei entstehen auch weniger Schadstoffe als beim Rauchen.

Wer als Raucher zur E-Zigarette greift, weil er etwa mehr Rücksicht auf seine Umgebung nehmen oder die Zahl der inhalierten Giftstoffe reduzieren will, der braucht, um den Glimmstängel links liegen lassen zu können, Dampfe und Liquid mit ganz bestimmten Eigenschaften. So sollte in der Flüssigkeit Nikotin enthalten sein, damit es nicht zu dem Gefühl von Entzug kommt, und die Dampfe muss beim Einatmen einen ähnlichen „Kick“ wie eine Zigarette erzeugen, sonst kauft man sich schnell die nächste Packung. Dieser Kick wird auch als throat hit bezeichnet.

Der throat hit – damit sich das Dampfen wie gewünscht anfühlt

Das Kratzen im Hals beim Rauchen und der kleine Kick in der Lunge kommen (bei der Dampfe) hauptsächlich durch das Nikotin zustande. Es ist also entscheidend, dass man die richtige Menge an Nikotin im Liquid hat, wenn man von der Zigarette auf die elektrische Version umstellen will. Welche das ist, probiert man am besten aus. Startet man mit einer zu geringen Dosierung, hat man bei Dampfen ständig das Gefühl, nicht genug zu bekommen. Man hat „Schmacht“ und greift dann doch wieder zur Kippe.

Alle E-Zigaretten und Liquids unterliegen der gesetzlichen Regulierung. Diese ist in den Ländern der EU gleich. Maximal dürfen 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter Liquid enthalten sein. Wer stark raucht, verbraucht rund 20 Milliliter pro Woche. Zum Vergleich: Eine normale Zigarette darf nicht mehr als ein Milligramm Nikotin pro Zigarette enthalten.

Der größte Vorteil: Man kann die Menge an Nikotin sehr gut dosieren, indem man zu einem sanfteren Liquid greift. Nach und nach kann man das Nikotin ganz ausschleichen, da es auch solche Flüssigkeiten gibt, die keines enthalten. Man hat aber trotzdem noch das Gefühl des „Rauchens“, sodass der gewohnheitsmäßige Griff zur Kippe bzw. dann zur Dampfe immer noch möglich ist. Das ist für viele Raucher ja gerade das Problem, warum sie es mit dem Aufhören so schwer haben.

Wenn der Dampf zu stark kratzt

Es kann auch möglich sein, dass der Dampf der E-Zigarette sich zu kräftig anfühlt. Das kann einerseits heißen, dass zu viel Nikotin im Liquid ist, andererseits aber auch, dass die Luft innerhalb der Dampfe zu langsam fließt. Man zieht also zu zaghaft daran. Hier kann man ein wenig probieren und eventuell das Gerät oder das Liquid wechseln, bis man wirklich zufrieden ist.

Eine Dampfe verspricht einen unbeschwerten Genuss und kann Rauchern helfen, die Finger vom Glimmstängel zu lassen! Sie stellen eine kleine Revolution dar, die immer mehr Raucher begeistert.