27.09.2022 | Lifestyle Gehaltsverhandlungen: Wie hole ich mehr für mich raus?

Steigende Preise machen der Bevölkerung in der Rock-Republik zu schaffen - doch vielleicht kann man ihnen mit steigendem Gehalt entgegenwirken. Wir haben eine Karriere-Beraterin gefragt, wie ihr bei den Verhandlungen am besten auftretet!

Inflation, Rezession, steigende Gas- und Energie-Preise - nicht nur das Herbstwetter, auch die Schlagzeilen sehen aktuell immer düsterer aus. Doch ein Lichtblick könnten die jährlichen Gehaltsverhandlungen sein, die in zahlreichen Unternehmen wieder anstehen. Zeit also, sich Gedanken zu machen, wie man sich am besten gibt und seinen "Mehrwert" - ein wichtiges Wort hierbei - selbstbewusst präsentiert.

Keine Angst vor dem Gehaltsgespräch!

Dazu haben wir Expertin Ann Krombholz gefragt - sie ist seit über 16 Jahren Karriere-Coach und Beraterin, dabei unterstützt sie Führungskräfte wie Berufseinsteigende bei ihrer richtigen Positionierung. Ein wichtiger erster Rat dabei ist: "Keine Angst vor den Gehaltsverhandlungen haben!" Die Erfurcht vor den Gesprächen mit dem Chef sei mehr oder minder durch Mythen entstanden, dementsprechend sollte man die Emotionen herausnehmen.

Selbstbewusstsein vor Bescheidenheit!

"Wichtig ist, wir geben unserer Leistung einen Wert und steigen dann mit Selbstbewusstsein ein." Es heiße zwar immer, dass "Bescheidenheit eine Tugend" sei - und laut Frau Krombholz ist das auch keineswegs falsch: "Doch hier muss ich lernen, den Wert meiner Leistung zu erkennen und sie kommunizieren zu können."

Sollte ich mehr Gehalt verlangen, als ich verlangen will?

Man sollte sich nie unter Marktwert verkaufen - dabei kann es laut Frau Krombholz helfen, der angedachten Forderung ein paar Euros hinzuzufügen. Dennoch sollte man keine völlig überzogenen, bzw. "marktunüblichen" Preise nennen, da die andere Seite dann auch nur müde lächeln kann.

"Es soll begründbar sein - und die Begründung basiert auf Ihrer Leistung, dem bisherigen Gehalt, der Leistungssteigerung und dem Marktüblichen. Und da kann es sein, dass letzteres an Wert auf dem Arbeitsmarkt gewonnen hat und das man mit 10 Prozent Gehaltssteigerung aus dem Gespräch herauskommt."

Das ganze Gespräch mit Ann Krombholz findet ihr hier zum Nachhören:

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