14.07.2020 | Crossover High ohne Drogen – geht das überhaupt?

Ob Gefühle, Konzerte, Alkohol oder gar Cannabis - in vielen Situationen bekommt man einen Rauschzustand. Doch was passiert dabei im Körper und kann man auch ohne Drogen berauscht sein?

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Emotionen spielen im Leben eines Menschen eine große Rolle. Auch ihr seid einem ständigen Gefühlswandel unterworfen. Mal fühlt man sich müde, das andere Mal heiter, dann wieder zornig und schon bald darauf befindet ihr euch in einem euphorischen Stimmungshoch. Es gibt viele Momente, die eine solch enthusiastische Stimmung erzeugen. 

Bei einem Rockkonzert geraten zum Beispiel Hunderte oder gar Tausende Besucher gleichzeitig in Ekstase. Gemeint ist damit ein psychischer Ausnahmezustand, der die Besucher wie in Trance kreischen und toben lässt. Dabei sind zumeist keine Drogen im Spiel, sondern euer Körper versetzt euch ganz alleine in einen rauschhaften Zustand. Bei körperlicher Anstrengung oder wenn ihr euch im Kampf verletzt, setzt euer Organismus Endorphine frei. Diese Glückshormone reduzieren die Schmerzen und wirken auf den Sportler wie ein körpereigenes Doping-Mittel. Es gibt zahlreiche dieser Glückshormone. Dazu gehören zum Beispiel Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Phenethylamin und Oxytocin. Der Körper ist sogar dazu in der Lage, in bestimmten Situationen Morphium zu bilden. Euer Körper besitzt sozusagen die Fähigkeit, im Bedarfsfall seine eigenen Drogen zu produzieren. Das erklärt auch die Sucht des Extremsportlers nach immer größeren Herausforderungen – und die Freude an euphorischen Rockkonzerten

Wozu braucht man körperfremde Drogen?

Das ist eine gute Frage, denn an und für sich ist die Zufuhr psychoaktiver Substanzen gar nicht notwendig - der Körper liefert alles, was ihr für ein berauschendes Gefühl benötigt. Dennoch suchen viele junge Menschen den besonderen „Kick“ und konsumieren regelmäßig Substanzen, die euch zwar kurzfristig in Hochstimmung versetzen, euren Körper aber mit der Zeit auslaugen. Eine weitere Gefahr ist das Suchtpotenzial. Das ist bereits bei den seichten Einstiegsdrogen wie Marihuana und Haschisch gegeben. Häufig kommen im Lauf des Lebens härtere Drogen wie Kokain oder Heroin dazu. Viele Drogenabhängige bezahlen ihre Sucht mit dem Leben - da gibt es gerade in der Rockwelt einige traurige Beispiele. Ganz klar: Körperfremde Rauschdrogen braucht ihr nicht, sie machen euch nur kaputt!

Die Sache mit den Cannabinoiden 

Jede Medaille hat zwei Seiten. Das gilt insbesondere für die in der Hanfpflanze enthaltenen Cannabinoide. Da gibt es zum Beispiel das THC, jene Substanz, die das Marihuana so berauschend macht. Gleichzeitig produziert die Hanfpflanze aber auch Cannabinoide mit beruhigender und gesundheitsfördernder Wirkung. Dazu gehört das bekannte Cannabidiol, kurz CBD genannt. Auch CBG-Öl kann man online bestellen. 

Cannabinoide interagieren mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System. Und das ist das Interessante an der Sache: Unser Körper ist dazu in der Lage, Substanzen herzustellen, die einigen Cannabinoiden sehr stark ähneln. Und was tun diese Substanzen? Sie bringen die Körperfunktionen wieder ins Gleichgewicht und sorgen dafür, dass wir uns wohlfühlen. CBG ist das Cannabinoid Cannabigerol. Es handelt sich hierbei um den aktivierten Typ der Cannabigerolsäure oder CBGA. CBGA ist wiederum die Urform von CBG sowie CBN, CBC und THC und vielen weiteren Cannabinoiden. CBGA ist somit das Stammmolekül, auf dem all die anderen Cannabinoide basieren. Auch das CBG interagiert mit eurem körpereigenen Endocannabinoid-System, welches wiederum verschiedene Bereiche in eurem Organismus reguliert. Dazu gehören zum Beispiel der Stoffwechsel, die Thermogenese, die Fruchtbarkeit, Verdauung, Emotionen sowie das Gedächtnis und das Lernen. Es ist also möglich, ohne den Einsatz berauschender Substanzen die Kraft der Hanfpflanze zu nutzen.