17.04.2019 | Crossover Manager, Coach, Produzent & Co: Berufe, die abseits der Bühne rocken

Nicht jeder Musikfan hat das Talent oder das Glück, auf der Bühne seiner Leidenschaft nachgehen zu können. Doch zum Glück gibt es in der Musikbranche zahlreiche weitere Berufe, die es ermöglichen, dem Rampenlicht ganz nah (und doch angenehm fern) zu sein. Hier stellen wir euch die Eigenarten dieser Berufsgruppe vor!

Die Musiker als Manager, Coach oder Produzent unterstützen

Ob als Manager, Coach, Produzent, Plattenlabel-Mitarbeiter oder Komponist, es gibt viele Möglichkeiten, auch hinter der Bühne zu rocken! Wenn euch eine musikalische Karriere verwehrt geblieben ist, ihr aber schon immer gern zu Konzerten gegangen seid und euch für die organisatorische Seite musikalischer Großevents interessiert, ist das der richtige Job für euch. Dabei ist auch viel Menschenkenntnis gefragt, denn seien wir ehrlich: Künstler sind speziell! Sie haben besondere Ansprüche, wollen oft mit „weltlichen“ Dingen nicht belangt werden und möchten natürlich gleichzeitig wissen, wann das nächste Konzert geplant ist oder wie der aktuelle Umsatz aussieht.

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Besonders als Manager eines musikalischen Künstlers solltet ihr in der Lage sein, stets den Überblick über alle Zahlen und alle betriebswirtschaftlichen Aspekte des Sängers oder der Band zu behalten. Den Tourplan solltet ihr möglichst im Kopf haben und auch alle und auch alle anderen Konzerte, an dem „euer“ Künstler teilnimmt, sollten stets auf eurem Radar sein. Wichtig ist hier auch die Fähigkeit, eine gute Beziehung mit dem Künstler aufzubauen und diesen mental ein wenig zu unterstützen. Der Manager ist stets an der Seite der Musiker und kümmert sich um so gut wie jeden Aspekt des nächsten Konzerts oder der Tournee. Daher solltet ihr auch in der Lage sein, gut zu delegieren und zugleich Zugang zu allen Informationen zu haben. Wer gut mit Menschen umgehen kann und gern Chef ist, ist hier richtig! Außerdem steht ihr als Manager wortwörtlich mit auf der Bühne – aber so, dass nur die Band euch sehen kann.

Der Coach kümmert sich um die Stimme, die Instrumente und das musikalische Ergebnis der Künstler. Hier braucht ihr eine gute Mischung aus theoretischem und praktischem Wissen und ein Musikstudium ist vorteilhaft. Außerdem müsst ihr geduldig und behutsam vorgehen, denn viele Künstler mögen es überhaupt nicht, kritisiert zu werden. Dennoch hängt der musikalische Erfolg auch vom Coach ab.

Als Produzent hingegen ist man mit der technischen Seite der Musik befasst. Es ist eure Aufgabe, den Ton richtig einzustellen, dafür zu sorgen, dass die Lautsprecher funktionieren und die Musiker dazu zu motivieren, die Aufnahme wieder und wieder zu beginnen. Als Audiodesigner könnt ihr auch in einem Tonstudio arbeiten oder zum Beispiel vorhandene Songs eines Künstlers für verschiedene Zwecke aufbereiten. 

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Wertvolle Arbeit hinter den Kulissen leisten

Rockstars und andere Musiker sind als Künstler häufig sehr mit dem kreativen Prozess beschäftigt. Sie möchten gar nicht genau über alle logistischen und finanziellen Aspekte ihrer Kunst nachdenken und stellen daher verschiedene Experten für diese Bereiche an. Ein Manager oder ein Produzent muss gerade bei kleineren Bands oder bei der Organisation von Festivals zahlreiche verschiedene Rollen ausfüllen. Neben der Betreuung der Künstler und dem Management von Konzerten geht es schließlich auch um unternehmerische und betriebswirtschaftliche Aspekte der Musik. Aufstrebende Künstler haben meistens nur einen „Assistenten“, der zugleich Manager, Coach, Produzent, Audiodesigner und noch viel mehr ist.

Der Begriff Musikwirtschaft erschreckt euch erst einmal ein wenig? Keine Sorge! Es gibt nämlich inzwischen viele Softwarelösungen für das sogenannte Enterprise Resource Planning (ERP). Mit einem passenden ERP-Programm könnt ihr daher ganz leicht euren Star managen und ihm zu noch mehr Erfolg verschaffen. Auch für selbständige Musiker ist ein derartiges Programm sinnvoll. Es gibt verschiedenen Individuallösungen, sodass je nach Größe der Band und des Umsatzes ein passendes Programm vorhanden ist. Ihr seht, auch ohne ein BWL-Studium ist ein kein Problem, erfolgreich in der Musikbranche zu arbeiten.

An der Kunst mitwirken

Ob für eine bekannte Band oder einen noch im Kommen befindlichen selbständigen Musiker, als Coach, Manager oder Produzent habt ihr eine zentrale Rolle. Das Gelingen der Musik hängt wesentlich von euch ab und ihr könnt auch viel Einfluss auf die Band oder den Künstler nehmen. Das bedeutet, dass ihr neue Geschäftsideen ausprobieren könnt oder eigene musikalische Ideen, sei es eine kleine Komposition, ein Design für das Albumcover oder eine Idee für die Kostüme, einbringen könnt. Diese Seite der Musikwirtschaft inspiriert viele Musikliebhaber, die nicht auf der Bühne selbst aktiv sein können oder möchten. Das heißt aber noch lange nicht, dass ihr nicht kreativ sein könnt!

Wichtig ist auch, dass ihr eine langfristige Vision für die Künstler entwickelt. Das geht gut gemeinsam, aber manchmal seid ihr dafür auch ganz allein zuständig. Abgesehen von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ist es dafür wichtig, sich in der Musikbranche auszukennen, um von anderen Musikern zu lernen und immer wieder neue Inspiration zu sammeln.

Für das Wachstum aufstrebender Künstler sind zudem soziale Medien und weitere Kenntnisse in der Telekommunikationsbranche gefragt. Denn als Allrounder müsst ihr wahrscheinlich Facebook und Instagram bedienen, Videos für YouTube auswählen und die Band nicht nur offline, sondern auch online gekonnt vermarkten. Auch für Einsteiger ist das gut möglich, denn in einer so dynamischen Branche wie der Musik gibt es nur wenige Regeln. Vielmehr ist es wichtig, dass ihr ein gutes Gefühl und einen guten Riecher für aktuelle Entwicklungen habt. So könnt ihr gemeinsam mit den Musikern rocken - aber ganz ohne Lampenfieber!