14.07.2020 | Crossover Metal für Yoga? Fit mit der richtigen Musik

Yoga ist voll im Trend - immer mehr Menschen nutzen die Sportart, um einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Doch wer dabei an Klangschalen und Meditationsmusik denkt, liegt falsch - man kann nämlich auch zu Metal Yoga machen.

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Yoga hat sich bewährt - sei es für das heimische Training oder die gemeinsamen Übungen in Gruppen. 86 Prozent aller Praktizierenden stellen beispielsweise positive körperliche Veränderungen fest. Jeder Zweite fühlt sich ausgeglichener und fitter. 54 Prozent machen Yoga in den eigenen vier Wänden. Hier stellt sich gerade für Einsteiger schnell ein Problem: Welche Musik ist die richtige? Die Antwort ist deutlich komplexer als es beim ersten Nachdenken scheint. Je nach Fall kann beispielsweise sogar Metal die richtige Entscheidung sein.

Die richtige Yoga-Musik wählen: Dies sollte man wählen

Im Yoga-Unterricht sind häufig spirituelle Klänge oder Mantras zu hören. Gerade in den Ohren von Einsteigern können diese doch befremdlich erscheinen. Das Ganze ist oft ablenkend und erreicht damit das genaue Gegenteil von dem, was es eigentlich soll: der Person zu helfen, sich auf die Übungen zu konzentrieren.

Idealerweise soll die Musik zur Synchronisation von Atem und Bewegung beitragen. Sie unterstützt auf diese Weise dabei, in die jeweilige Übung einzutauchen und sie möglichst bewusst durchzuführen. Musik hat im Yoga deshalb den Auftrag, die richtigen Stimmungen zu erzeugen. Schafft sie dies, wird die Session wesentlich intensiver und hilfreicher.

Das Für und Wider zeitgenössischer Musik - wie Metal

Die Einstiegshürde der Musik sollte deshalb im Yoga möglichst niedrig sein. Wer die Songs kennt und schätzt, kann sich einfacher auf sie einlassen. Vielerorts steht zeitgenössische Musik aus diesem Grund hoch im Kurs. Hip Hop-Beats sind beispielsweise häufig zu hören. EMP bietet eine eigene Metal-Playlist für die Yoga-Session.

Je nach Thema der Stunde kann diese Art der Musik nicht nur die Einstiegshürden senken, sondern den eigenen Körper in den passenden Schwung versetzen. Allerdings geht von zu bekannter Musik auch eine Gefahr aus: Auch hier kann es zu Ablenkung kommen. Man beginnt, den Text im Kopf mitzusingen und achtet nicht mehr auf die korrekte Ausführung der Übung. Im schlimmsten Fall kann dies zu Verletzungen führen.

Metal ist deshalb beispielsweise besser geeignet als Pop oder Hip Hop. Das Gehirn erkennt klassische Liedstrukturen der beiden Musikrichtungen wesentlich schneller und sorgt für Ablenkung - einfach, weil wir sie häufiger hören. Die Frequenzen der Wellen, die von dieser Musik ausgehen, bewegen sich zwischen 4 und 12 Hz - stimuliert wird so das Unterbewusstsein und die Imagination. Vereinfacht ausgedrückt: Stimuliert werden ausgerechnet die Gehirnfunktionen, die für unabsichtliche Fehler zuständig sind. Metal bewegt sich in anderen Frequenzbereichen (12 bis 38 Hz). Diese stimulieren das kognitive Denken und gestatten es so, sich voll auf die Übungen zu konzentrieren.

Speziell erzeugte Musik kann mehr Sinn machen

Für Yoga wird inzwischen aber immer häufiger Musik bewusst erzeugt. Dabei arbeiten die Soundingenieure mit Frequenzen und Tonfolgen, die speziell auf die jeweiligen Übungen zugeschnitten sind. Diese Klänge wirken nicht ganz so harmonisch wie beispielsweise zeitgenössische Musik. Sie können allerdings mehr Sinn machen, wenn es einem schwerfällt, sich ansonsten voll auf die Übungen einzulassen.