05.01.2021 | ROCK ANTENNE Aktuell Noch strengere Lockdown-Regeln: Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt

Auf diese Punkte haben sich die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Merkel geeinigt.

Wegen weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Zentraler Punkt ist die Verlängerung des harten Lockdowns bis zum 31. Januar.

Die Beschlüsse im Kurz-Überblick - sie gelten ab Montag, 11.01.2020

  • Harter Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert
  • Geschäfte und Dienstleistungen außerhalb des täglichen Bedarfs, Gastronomie und Hotels bleiben geschlossen
  • In Hotspots über einer Inzidenz von 200 wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer zum eigenen Wohnort begrenzt
  • Schärfere Kontaktbeschränkungen: Nur noch eine weitere Person zusätzlich zu den Personen des eigenen Hausstands erlaubt
  • Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt ab sofort eine Testpflicht und die 10-tägige Quarantäne. Ab dem 5. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test beendet werden
  • Am 25. Januar soll es das nächste Treffen zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel geben
Lockdown gilt nun bis zum 31. Januar

Der harte Lockdown gilt unverändert bis zum 31. Januar. Demzufolge müssen Geschäfte und Institutionen außerhalb des täglichen Bedarfs weiterhin geschlossen bleiben. Auch die Ausgangsbeschränkungen und die nächtlichen Ausgangssperren bleiben erhalten.

Kontakte sollen weiter reduziert werden

Die bestehenden Kontaktbeschränkungen wurden nochmals massiv verschärft. Ähnlich wie im Frühjahr letzten Jahres sollen private Zusammenkünfte nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt sein. Bisher waren Treffen mit bis zu fünf Personen aus anderen Haushalten möglich. Die neuen Kontaktbeschränkungen sollen an keine bestimmte Inzidenzzahl geknüpft sein.

Zudem soll der Bewegungsradius auf bis zu 15 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernt, eingeschränkt werden. Diese Beschränkung soll ab einem Inzidenzwert von über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gelten. Ausgenommen von der 15-Kilometer-Regelung ist das Vorliegen von triftigen Gründe, wie zum Beispiel der Weg zur Arbeit. "Einkaufen, Reisen und tagestouristische Ausflüge" seien aber keine triftigen Gründe.

So geht es mit Schule und Kita weiter

Die Kitas und Schulen bleiben weiterhin geschlossen. Die Kultusminister haben für die Rückkehr in die Schulen ein Stufen-Modell erarbeitet. So sollen zuerst die Klassen eins bis sechs in den regulären Unterricht zurückkehren. In der zweiten Stufe sollen die Klassen sieben bis zwölf wieder im Wechsel von daheim und in der Schule unterrichtet werden. In der dritten Stufe soll es eine komplette Rückkehr zum regulären Unterricht geben.

Letztendlich ist der Bildungssektor Ländersache, wodurch es hier in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regeln wird. Bayern wird am 6.1. seinen Weg erklären.

Bayern kann Regeln präzisieren

Auf diese Regelungen haben sich Bund und Länder geeinigt. Die Bundesländer haben die Möglichkeit, die einzelnen Regeln nochmal für ihr Bundesland zu präzisieren. Die bayerische Regierung hat für morgen (6. Januar) eine Kabinettssitzung angekündigt. Hier entscheidet sich dann, wie die angepassten Corona-Regeln für Bayern gelten.