16.03.2020 | Lifestyle "School's Out" dank Corona: Was ihr wissen müsst und tun könnt

In weiten Teilen der Rock-Republik sind Schulen und Kitas ab heute geschlossen. Was das für euch heißt und wie ihr die Zeit für rockenden Unterricht nutzen könnt, haben wir hier für euch gesammelt.

Ab heute sind in weiten Teilen der Rock-Republik die Schulen und Kitas geschlossen. Das haben die Regierungen der einzelnen Bundesländer in den letzten Tagen bekannt gegeben. Der Grund: Die Ausbreitung des Corona-Virus soll verlangsamt werden.

Die Schließung der Schule bedeutet allerdings nicht, dass die Kinder Ferien haben. Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo dazu:

„Es wird sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler zu Hause durchaus auch etwas Schulisches zu tun haben und wir ihnen eben auch Materialien zur Verfügung stellen.“

Doch was nun? Viele Schulen bieten mittlerweile die Möglichkeit, online weiterzulernen - informiert euch dazu am besten bei eurer jeweiligen Schule. Außerdem gibt es natürlich noch Lehrbücher, die man auch von Zuhause aus durchgehen kann. 

UND das Ganze ist natürlich eine hervorragende Gelegenheit, den Kids das Rocken beizubringen - dazu haben wir hier Unterrichtsmaterial für euch gesammelt. ;-) 

   
Abgesehen vom Unterricht beschäftigen viele Eltern natürlich noch andere Fragen. Was dürfen die Kinder eigentlich, wenn die Schule oder der Kindergarten geschlossen hat? Dürfen sie sich trotzdem mit Freunden treffen oder ihren Hobbys nachgehen? Wie sollten Eltern mit der Situation umgehen? Antworten auf diese Fragen haben wir hier für euch gesammelt.

  • Wie sorgen Eltern für die Betreuung ihres Kindes?

    Für Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse, deren Eltern "systemkritische Berufe" ausüben, soll eine Betreuung eingerichtet werden. Zu diesen Berufen zählen unter anderem Pflegepersonal, Ärzte und Polizisten. Bei allen älteren Schülern gehe man davon aus, dass diese sich selbst versorgen können. In Kindergärten soll ebenfalls eine Notfall-Betreuung für Kinder von Eltern der genannten Berufsgruppe organisiert werden.

    Wichtig: Die Betreuung durch Oma und Opa wird nicht empfohlen, da ältere Menschen zur Risikogruppe zählen.

  • Darf mein Kind seine Freunde treffen?

    Ob eure Kinder Freunde treffen dürfen, liegt im Grunde im eigenen Ermessen. Kanzlerin Merkel hat am Donnerstag empfohlen, auf soziale Kontakte zu verzichten - soweit möglich. Dies ließe sich natürlich auch auf freundschaftliche Kontakte unter Kindern anwenden. Sollten solche stattfinden, ist regelmäßiges Händewaschen weiterhin ein wichtiges Mittel, auf das auch die Kids achten sollten.

    Prof. Dr. Christoph Klein, Direktor vom Haunerschen Kinderspital, rät Ähnliches: Wir sollten uns zurücknehmen und Menschenansammlungen meiden. Er argumentiert, dass die Schulen ja geschlossen wurden, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wenn Kinder sich nun weiterhin an anderen Orten als Gruppen treffen - beispielsweise auf dem Spielplatz - arbeitet das natürlich gegen die Vorsichtsmaßnahmen. Denn dadurch besteht das Risiko weiterhin. 

  • Darf mein Kind trotzdem seinem Hobby nachgehen?

    Was Hobbys eurer Kids betrifft, könnte vielen die Entscheidung eventuell abgenommen werden. Denn: Viele Freizeiteinrichtungen drosseln ihr Programm ebenso oder sagen es komplett ab. Hier wird empfohlen, Rücksprache mit den Organisatoren zu halten. 

  • Was passiert wenn mein Kind unter häusliche Quarantäne gestellt wird?

    Die Entscheidung über eine häusliche Quarantäne trifft das örtliche Gesundheitsamt. Diese wird vom Robert-Koch-Institut auf 14 Tage vorgeschrieben - solange dauert die Inkubationszeit des Virus.

    Sobald euer Kind oder jemand aus eurer Familie unter Quarantäne gestellt wird, gilt für diese Person Hausarrest. Die betroffene Person sollte dann Experten zufolge die Quarantäne in einem getrennten Raum verbringen und Körperkontakt mit den anderen Familienmitgliedern dringend vermeiden. Zudem sollte regelmäßig Rücksprache mit dem örtlichen Gesundheitsbehörden gehalten werden.