Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Mittwoch, 20.01.21, 14:00 Uhr


Im Nordwesten windig, an der Nordsee und im Bergland Sturm. An den Alpen Föhnsturm auf den Gipfeln. Nachts auch im Westen und der Mitte Windzunahme.

Wetter- und Warnlage:
Mit zeitweise lebhafter Südwestströmung wird schubweise milde Atlantikluft nach Deutschland gesteuert. Nur im Südosten halten sich teils noch zähe Reste der Kaltluft. WIND: Im Nordwesten und Westen frischer südwestlicher Wind mit Böen 7 Bft, an der Nordsee Bft 8. Im höheren Bergland stürmisch, in einigen Leelagen Böen Bft 7. In den Alpen aufkommender Südföhn mit Böen 8 bis 10 Bft in Gipfellagen und 7 Bft in anfälligen Tälern. In der Nacht Windzunahme und Ab Donnerstagfrüh im Westen und Norden sowie in der Mitte kräftiger Südwestwind mit Böen Bft 8, exponiert 9. An der Nordsee teils schwere Sturmböen 9-10 Bft. In den Alpen weiterhin Föhnsturm, in einigen Tälern Böen 8 Bft, auf den Gipfeln Bft 9 bis 12. Auch auf Feldberg und Brocken Böen Bft 11 und 12. FROST/GLÄTTE: In der Nacht zum Donnerstag im Süden und Südosten erneut leichter, in den Alpen und im Bayerischen Wald auch mäßiger Frost bis -7 Grad. Dabei aber nur vereinzelt Glätte durch überfrierendes Schmelzwasser oder durch Reif. In der Nacht zum Freitag in Ostbayern gebietsweise gefrierender Regen nicht ausgeschlossen.

Detaillierter Wetterablauf:
Heute Nachmittag und Abend ganz im Norden bedeckt, aber nur noch wenige Tropfen. Sonst Wechsel aus dichten Wolkenfeldern und kurzen sonnigen Abschnitten, im Süden mehr Sonnenanteile und an den Alpen länger sonnig. Überwiegend trocken. Temperaturanstieg auf 7 bis 13 Grad, an der unteren Donau und in den östlichen Mittelgebirgen nur um 4 Grad. Besonders in der Nordwesthälfte auffrischender Südwestwind mit Sturmböen an der Nordsee und in höheren Berglagen sowie durch Föhn an den Alpen, auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Im Südosten abseits der Alpen schwacher Südostwind. In der Nacht zum Donnerstag zunächst meist trocken, nach Mitternacht im Westen aufkommender Regen, örtlich schauerartig verstärkt. Sonst weiterhin wechselnd bewölkt, nach Südosten hin öfters klar. Dort leichter Frost zwischen 0 bis -5 Grad, in den anderen Gebieten Abkühlung auf 9 bis 2 Grad. Im Nordwesten, im Westen und gegen Morgen auch in der Mitte starke bis stürmische Böen aus Südwest. Weiterhin Föhnsturm auf den Alpengipfeln.

Am Donnerstag über die Mitte ostwärts übergreifend zeitweise leichter, teils mäßiger oder schauerartig verstärkter Regen mit abschwächender Tendenz, nur im Südosten und ganz im Osten trocken. Dort und nach Abzug des Regens auch im Norden und Westen Auflockerungen, sonst stark bewölkt. Tageshöchstwerte 3 bis 5 Grad an der unteren Donau sowie im östlichen Bergland und zwischen 7 und 14 Grad im großen Rest Deutschlands. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest, im Nordwesten, Westen und Teilen der Mitte stürmische Böen oder vereinzelt Sturmböen bis in tiefe Lagen, im Bergland und an der Nordsee sowie durch Föhn an den Alpen teils schwere Sturmböen, exponiert vereinzelt Orkanböen. In der Nacht zum Freitag meist bedeckt, von Südwesten verbreitet aufkommend und zeitweise schauerartig verstärkter Regen, vereinzelt kurze Gewitter. In Ostbayern geringes Risiko für gefrierenden Regen. Südlich der Donau wolkig und größtenteils trocken. Temperaturminima 7 bis 1 Grad, im Südosten leichter Frost. Im Südwesten, Westen und in Teilen der Mitte stürmische Böen oder Sturmböen; teils schwere Sturmböen auf Berggipfeln, an der Nordsee und durch Föhn an den Alpen.

Am Freitag in Südostbayern noch länger trocken und zunächst auch föhnig, sonst viele Wolken, gebietsweise Regen, Schwerpunkt im Südwesten und Teilen der Mitte, im höheren Bergland etwas Schnee. In Nordseenähe einzelne Schauer. Zwischendurch bevorzugt im Norden und Osten Auflockerungen. Mit Höchstwerten zwischen 4 und 11 Grad nicht mehr ganz so mild wie bisher. Schwacher bis mäßiger, gelegentlich aber stark böig auflebender Süd- bis Südwestwind. Im Nordwesten steife bis stürmische Böen. Auf den Bergen und an der See Sturm- und schwere Sturmböen. In der Nacht zum Samstag in der Südosthälfte stark bewölkt bis bedeckt mit überwiegend leichten Niederschlägen, ab mittleren Lagen als Schnee. In der Nordwesthälfte ein paar Auflockerungen und meist trocken. Tiefstwerte zwischen +3 und 0 Grad, im höheren Bergland und im Südosten leichter Frost zwischen 0 und -3 Grad. Gebietsweise Glätte durch Schnee.

Am Samstag an den Alpen und im äußersten Osten anfangs noch zeitweise Schnee oder Regen. Sonst zunächst nur einzelne Schauer, im Bergland als Schnee und vor allem im Südosten und Osten vorübergehend aufgelockert bewölkt. Später im Westen aufkommender Regen, ab mittleren Lagen Schnee und lokal Glätte. Höchstwerte 2 bis 8 Grad. Mäßiger, ab und an böig auflebender Süd- bis Südwestwind, im Bergland stürmische Böen oder Sturmböen. In der Nacht zum Sonntag bis auf die Mitte ausweitend gebietsweise Regen oder Schneeregen, im Bergland durchweg Schnee, später auch in tiefen Lagen örtlich Schneefall und Glätte. Tiefstwerte +3 bis -3 Grad. Auf den Bergen weiterhin Sturmböen um West.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Marcel Schmid