21.04.2020 | Specials Happy Birthday, Robert Smith: Unser Porträt über den Freidenker des Rocks

Neben Joy Division und Bauhaus wurden The Cure zu den frühen Helden der Gothic-Ära - das lag vor allem an Robert Smith. Wir erzählen euch von der ungewöhnlichen Geschichte des Sängers.

  • Der Werdegang von Robert Smith ist alles andere als normal.

    Der Werdegang von Robert Smith ist alles andere als normal.

    Foto: laut.de
  • Dennoch hat er mit seiner Band The Cure Musikgeschichte geschrieben.

    Dennoch hat er mit seiner Band The Cure Musikgeschichte geschrieben.

    Foto: Universal Music
  • Mit ihrem düsteren New Wave-Sound wurden sie zu Pionieren der Gothic-Ära.

    Mit ihrem düsteren New Wave-Sound wurden sie zu Pionieren der Gothic-Ära.

    Foto: laut.de
  • Doch trotz der Düsterheit verdanken wir ihnen Hits wie "Just Like Heaven", "Friday I'm In Love" und "Boys Don't Cry".

    Doch trotz der Düsterheit verdanken wir ihnen Hits wie "Just Like Heaven", "Friday I'm In Love" und "Boys Don't Cry".

    Foto: Universal Music
  • Für seine Songs und sein Wirken auf die Musikkultur wurde Robert Smith mit seiner Band hochverdient in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

    Für seine Songs und sein Wirken auf die Musikkultur wurde Robert Smith mit seiner Band hochverdient in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

    Foto: Universal Music

Immer wieder liest man von Rockstars, die die Schule schmissen, weil sie mit dem autoritären System nicht klar kamen. Bei Robert Smith war das ziemlich umgekehrt. Geboren am 21. April 1959, besuchte er als junger Teenager die Notre Dame Middle School im englischen Crawley. Einer sehr freiheitlichen Einrichtung, wie er sich erinnert: "Einmal bin ich in einem schwarzen Frauenkleid zur Schule gekommen und die Lehrer haben mich machen lassen."

Schon immer musikbegeistert, begann er im Alter von 13 Jahren seine ersten rockenden Gehversuche mit verschiedenen Schülerbands. Daraus kristallisierte sich im Jahr 1976 Easy Cure, die später zu The Cure wurden. Obwohl sie schon 1979 Meilensteine wie "Boys Don't Cry" veröffentlichten, blieben die Charterfolge noch aus. The Cure gingen in der Punk-Welle schlicht unter - mag man sich kaum vorstellen, doch in den Anfangsjahren gab es noch keine Schminke und hochtoupierte Haare.

Das änderte sich Anfang der 1980er. Wenig begeistert vom doch recht bunten Musikgeschäft, konzentrierten sich The Cure auf die Farbe Schwarz und nahmen mit Seventeen Seconds (1980) und Faith (1981) düstere, aber umso erfolgreichere Alben auf. Doch es folgte auch der Absturz der Mitglieder - selbstzerstörerische Texte und Lebensarten ließen Robert Smith glauben, dass er nicht sehr alt werden würde, "und ich tat alles dafür, dass es so kommen würde". 

Zum Glück kam es nicht so, auch wenn The Cure das Chaos stets treu blieb. Sie prägten die Gothic-Ära wie kaum eine andere Band, blieben ihren düsteren Themen treu und landeten doch immer wieder Hits wie "Friday I'm In Love", "Just Like Heaven" und "Never Enough". Dafür wurden sie 2019 absolut verdient in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, auch wenn Robert Smith darauf auffällig unbegeistert reagierte.

Wir feiern den Frontmann von The Cure heute zu seinem 61. Geburtstag, mit dem passenden Sound auf ROCK ANTENNE. Happy Birthday, Robert Smith!