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Vorsicht vor Konzertkartenbetrug: Tipps, wie ihr euch schützen könnt

Der Horror für Live Rock Fans: Statt Konzert-Highlight gibts keinen Einlass - man ist Betrügern auf den Leim gegangen. Wie ihr euch vor Konzertkartenbetrug und Fake-Tickets im Internet oder vor Ort schützen könnt, erfahrt ihr hier.

Das Konzert eures Lieblings-Rockers ist ausverkauft und ihr wollt aber unbedingt dabei sein? Dann heißt es wachsam sein: Der Betrug mit gefälschten Konzerttickets ist leider keine Seltenheit. Ob über Ticketbörsen im Internet, private Angebote auf Social Media, Kleinanzeigen und Co. oder direkt vor der Konzerthalle - immer wieder mischen sich zwischen echte Rockfans, die einfach nur ein Ticket übrig haben, Betrüger, die es auf euer Geld abgesehen haben. 

Die besten Tipps gegen Fake-Tickets, wie ihr euch gegen einen Konzertkartenbetrug schützt und was ihr tun könnt, wenn ihr doch Opfer einer Straftat werdet, haben wir hier für euch gesammelt. 

Falsche Konzerttickets: Worauf kann ich beim Kauf im Internet achten?

Konzerttickets am besten immer von offizieller Stelle kaufen

Grundsätzlich gilt: Haltet euch am besten immer an offizielle Ticketportale wie Eventim, Ticketmaster, Oeticket und Co., regionale Ticketanbieter wie Münchenticket oder kauft eure Karten direkt bei den Konzert-Locations oder Bands, wenn möglich. Gerade bei den großen Anbietern gibt es dazu mittlerweile auch meistens die Möglichkeit, über Fansales offizielle Tickets von anderen Fans abzukaufen.

Konzertkarten von Privat über Facebook, Ebay und Co. kaufen

Wer auf Social Media (z.B. in Facebook Gruppen), über Ebay, Kleinanzeigen und Co. nach Konzerttickets sucht, sollte sehr wachsam sein. Unabhängig von der Plattform solltet ihr immer die Verkäufer checken. 

Folgende Fragen können euch bei der Einschätzung helfen:

  • Sind es Privatpersonen oder Drittanbieter? 
  • Bei Drittanbietern die Verkäufer bei Google suchen - existiert die Person wirklich und gibt es Bewertungen oder vielleicht sogar schon Warnungen? 
  • Sind die Profile ganz neu und haben keine Freunde, Aktivitäten, Verknüpfungen o.Ä. oder sieht man, dass die Person schon eine Weile auf der Plattform tätig ist und auch sonst interagiert? 
  • Gibt es Bewertungen? 
  • Werden mehrere Tickets oder nur ein bis zwei Tickets zum Verkauf angeboten? 
  • Sind die angebotenen Tickets besonders günstig oder besonders teuer? 
  • Wenn ihr in Kontakt seid, gibt es Probleme bei der Kommunikation? Macht der Verkäufer Druck?

Wenn möglich, organisiert eine persönliche Übergabe und bezahlt das Geld auch erst dann. Allein die Frage nach der persönlichen Übergabe schreckt Betrüger oft schon ab und ihr könnt euch etwas sicherer fühlen. Nutzt ansonsten, wenn möglich, sichere Zahlungsmittel - bei Paypal gibt es zum Beispiel eine Käuferschutz-Version. 

Grundsätzlich gilt: Wenn es euch komisch vorkommt - lieber Finger weg. Wenn es zu schön klingt um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

Finger weg von Ticketbörsen wie Viagogo und Co.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Ticketbörsen wie Viagogo und Stubhub. Zum einen erwarten euch dort meist völlig überteuerte Preise und horrende Gebühren, zum anderen sind hier sehr oft Fälschungen im Umlauf und man ist als Käufer überhaupt nicht abgesichert.

Bei solchen und anderen Ticketbörsen gelten darüber hinaus ähnliche Grundregeln wie generell im Internet. Wenn Websiten zum Beispiel kein Impressum haben, ist das oft der erste Hinweis darauf, dass mit der Seite etwas nicht stimmt. 

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Fake-Konzerttickets: Worauf kann ich beim Ticketkauf vor Ort achten?

Genauso solltet ihr aufpassen, wenn ihr vor Ort vor der Location ein Ticket erwerbt. Seid wachsam gegenüber der Person, die euch das Ticket verkaufen möchte und fragt ruhig nach, woher das Ticket kommt und warum es zu haben ist. 

Seht euch die Tickets genau an - sind es Hard- oder E-Tickets? Generell sehen Fake-Konzerttickets oft täuschend echt aus, doch besonders gefälschte E-Tickets sind schwer zu identifizieren. 

Folgende Merkmale können euch helfen, gefälschte Konzerttickets zu erkennen: 

  • Hologramm(e)
  • Barcodes 
  • eindeutige Ticketnummer 
  • der Aufdruck stimmt mit Mustertickets des Veranstalters überein
  • Papierqualität des Tickets 
  • Abrissperforierungen oder unvollständige Tickets
  • Schreibfehler, kleinere Detailfehler wie falscher Name, Datum, Ort, etc. 
  • Sind es einzelne Tickets oder mehrere?
  • Sind die angebotenen Tickets besonders günstig oder besonders teuer?

Vor allem bei personalisierten Tickets ist Vorsicht geboten. Diese können nicht kurzfristig umgeschrieben werden und der Veranstalter wird euch mit ziemlicher Sicherheit den Zugriff verweigern. 

Auch hier gilt: Wenn es euch komisch vorkommt - lieber Finger weg. 

Was mache ich, wenn ich ein gefälschtes Konzertticket gekauft habe?

Wenn ihr Opfer von gefälschten Konzertkarten geworden seid, solltet ihr den Betrug unbedingt zur Anzeige bringen und die Polizei einschalten. Gebt dabei alle Informationen über die Betrüger weiter, die ihr habt (Profilnamen, E-Mailadressen, Bankdaten etc.). Bei Kreditkartenzahlung könnt ihr versuchen, bei eurer Bank eine Rückbuchung einzuleiten. Sollte der Kauf im Internet passiert sein, meldet die Verkäufer zudem auch der jeweiligen Plattform oder gegebenenfalls dem Veranstalter selbst. Das Geld werdet ihr in den meisten Fällen leider nicht mehr zurückbekommen können, einen Versuch ist es aber allemal wert und zudem könnt ihr damit vielleicht andere vor dem gleichen Problem bewahren.

Auch könnt ihr euch an die Verbraucherzentrale wenden. Die Experten dort können euch oft gut unterstützen. 

 

Übrigens: Auch in die andere Richtung funktioniert der Betrug! Wenn ihr eure eigenen Tickets z.B. auf Social Media postet, achtet darauf, dass kein Barcode oder die Ticketnummer zu sehen sind. Diese sensiblen Informationen können von Betrügern benutzt werden. 

Das sagt die Verbraucherzentrale:

Was wenn ich eine gefälschte Karte online gekauft habe?

Was tue ich, wenn ich Vorort eine falsche Karte gekauft habe?

Sollte ich Vorort überhaupt eine Karte kaufen?

Woran kann ich eine falsche Karte erkennen?