03.08.2020 | Rock News Das Rock News-Update am 03.08.2020

R.E.M. strahlen ihre legendäre Glastonbury-Show aus, Linkin Park planen eine Überraschung und traurige Nachrichten von Molly Hatchet. Das und mehr erfahrt ihr im ROCK ANTENNE Rock News Update!

Mit einem Klick zur Band: R.E.M.LINKIN PARKTHE ROLLING STONES MOLLY HATCHETSHERYL CROWURIAH HEEPAC/DC

R.E.M.: Legendäre Glastonbury-Show im Stream

Sie gilt als eine der besten R.E.M.-Konzerte der Band-Geschichte – die Show auf dem renommierten Glastonbury-Festival 1999.

Nun haben Michael Stipe und Co. angekündigt, dass der Auftritt zum ersten Mal seit der Ausstrahlung für 72 Stunden in voller Länge auf ihrem Youtubekanal verfügbar sein wird. Am Donnerstag, den 06. August um 21 Uhr unserer Zeit geht es los.

Mit dieser Show haben sich R.E.M. pünktlich zur Jahrtausendwende wieder an die Spitze der Rock-Elite zurückkatapultiert. Kein Wunder bei Songs wie „Losing My Religion“, „Man On The Moon“ und natürlich „It’s The End Of The World As We Know It.“

Dennoch erinnert sich Stipe an damals: „Es war eine Zeit, in der wir ein bisschen in Vergessenheit geraten waren, oder von jüngeren Bands verdrängt wurden. Es war dieser besondere Moment auf dem Glastonbury, wo wir uns selbst wieder nach oben gezogen haben.“

Foto: Warner Music Group

Ein Crossover-Meilenstein feiert dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum: Linkin Parks Debütalbum Hybrid Theory. Schon vor Wochen hatte die Band ihre Fans dazu aufgerufen, Erinnerungen mit der Platte einzuschicken – nun hat Mastermind Mike Shinoda eine Überraschung angekündigt.

Im Interview mit Kerrang! sagte er: „Wir habe unser Bestes getan und mit vielen Leuten, die wie eine Familie für uns sind, gesprochen: ‚Was sollen wir tun? Was wäre eine gute Feier für Hybrid Theory?‘“

Aus den Ideen habe man nun etwas Besonderes geplant – was genau das sein wird, hat Shinoda aber nicht verraten. Am 24. Oktober würde der Geburtstag der Platte stattfinden.

Die Rolling Stones kramen weiter fleißig im ArchivSchon bald bringen die Classic Rocker eine brandneue Live-DVD unter dem Titel „Steel Wheels Live – Atlantic City“ raus.

Dabei handelt es sich um die Aufnahme einer Stones-Show aus dem Jahr 1989, bei der unter anderem Eric Clapton und Axl Rose zu Gast auf der Bühne waren.

Die „Steel Wheels“-Tour war die erste Tournee seit 1982, nach den öffentlichen Streitigkeiten zwischen Mick Jagger und Keith Richards.

Am 25. September kommt das Schmuckstück in die Läden und ist auch in CD und Vinyl-Ausgabe erhältlich – hier könnt ihr euch ein Exemplar vorbestellen.

Traurige Nachrichten aus der Southern Rock-Welt. Mit Steve Holland ist das letzte verbliebene Mitglied der klassischen Besetzung von Molly Hatchet verstorben. Das teilte seine Band Gator Country mit, die er 2005 ins Leben gerufen hatte.

In den frühen 70ern zog Holland nach Jacksonville, Florida, wo er auf Dave Hlubek traf, in dessen Band Molly Hatchet er 1974 Molly Hatchet beitrat. Unter anderem war er an ihrem Hit „Flirtin‘ With Disaster“ beteiligt, der sie zur zweiten Southern Rock-Größe neben Lynyrd Skynyrd machte.

Nach dem Album No Guts… No Glory (1983) verließ Steve Holland Molly Hatchet und kehrte nicht wieder zurück – selbst bei einer Mini-Reunion 1999 war Holland der einzige Gründer, der nicht auf der Bühne stand.

Zu den genauen Umständen um Hollands Tod wurden keine Angaben gemacht – allerdings habe der Gitarrist in den letzten Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt.

Sheryl Crow: Eine Frau ins Weiße Haus rocken

Im November 2020 wird in den USA wieder gewählt – das bietet auch Stoff für die Rock-Welt, sei es, dass sich Künstler über die Verwendung ihrer Songs auf Wahlkampagnen beschweren, oder ihre eigene Meinung äußern.

Letzteres hat nun auch Country Rock-Röhre Sheryl Crow getan, die wohl weder mit dem republikanischen Kandidaten und amtierenden Präsidenten Donald Trump noch mit dem designierten demokratischen Herausforderer Joe Biden etwas anfangen kann.

Mit einer Neuauflage ihrer 2012er-Single „Woman in the White House“, bekräftigt sie ihre Forderung nach der ersten PräsidentIN der Vereinigten Staaten von Amerika. Dazu sagt die Sängerin: „Als ich den Song vor acht Jahren aufgenommen habe, war ich hoffnungsvoll, dass wir als Nation den Moment nutzen würden, um eine Frau ins Weiße Haus zu bringen. Das ist nicht passiert – aber unsere Bewegung wächst, weil wir auf die Straße gehen und unseren Stimmen Gehör verschaffen. Wir dürfen jetzt nicht damit aufhören.“

Foto: Richard Stow

Uriah Heep haben immer noch mächtig Lust auf neue Musik. Das bewiesen sie zuletzt mit ihrem 2018er-Album Living The Dream – und der Nachfolger steht schon in den Startlöchern

Im Interview mit Sea Of Tranquility verriet Bassist Davey Rimmer: „Die Corona-Auszeit hat uns allen eine Chance gegeben, über unser nächstes Album nachzudenken. Living The Dream aufzunehmen war so ein Spaß und eine großartige Erfahrung, dass ich mich nun richtig darauf freue das nächste Album aufzunehmen.“

Im Frühjahr 2021 soll es so weit sein. Gitarrist Mick Box meint: „Die Vorproduktion soll im Januar beginnen, die Aufnahmen im Februar“. Demnach können sich Fans im Sommer auf das inzwischen 26. Studioalbum der Rock-Veteranen freuen.

AC/DC: Tribute-Sänger erinnert sich an Vorsingen 2016

Einmal im Leben mit AC/DC Musik machen – davon träumen viele, nicht nur in der ROCK ANTENNE Redaktion. Für Lee Robinson, Sänger der AC/DC-Tributeband Thunderstruck, ist dieser Traum 2016 in Erfüllung gegangen – wenn auch nur sehr kurz.

Nachdem es klar war, dass Sänger Brian Johnson aufgrund von Hörproblemen nicht mehr mit der Band performen können würde, suchten AC/DC nach einem Ersatz für ihre "Rock or Bust"-Tour und luden unter anderem Robinson ein.

Im Interview mit „AC/DC Beyond the Thunder“ erinnert er sich, wie er mit der AC/DC-Crew zwei Songs zum Aufwärmen spielen sollte: „Ich brachte überhaupt nichts heraus. Ich war so nervös und aus dem Takt. Die Crew hörte auf zu spielen und es wurde totenstill. Ich habe nur gefragt, ob ich ihre Zeit verschwendet habe?“

Besser wurde es dann, als die Band in Persona aufgetaucht sei. Angus Young habe danach zu ihm gemeint: „Du hast eine höllisch gute Stimme!“ Das Rennen machte – wie wir heute wissen – am Ende Axl Rose von Guns N’Roses, doch für Lee Robinson dürfte es ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Foto: Sony Music